X

Beliebte Themen

Lifestyle

Vielfalt für die Küche: Neue Kräuter

Petersilie, Schnittlauch und Basilikum sind Balkonklassiker. Ergänzen Sie sie mal mit Aromapflanzen wie Wasabi, Olivenkraut oder speziellen Salvien.

TEXT
FOTOS
Stöh Grünig
17. April 2017

Die zarten Blätter der Wasabipflanze schmecken viel milder als die Wurzeln.


Hingucker

Salvien erfüllen mehrere Zwecke: Sie blühen hübsch, duften fein und sind für die Küche interessant. Züchtungen der Salvia gregii und der Salvia elegans wachsen zu stattlichen Halbsträuchern heran und machen sich auf sonnigen Balkonen gut in Terrakottakübeln. Die meisten Sorten stammen aus Texas und Mexiko, einige aus Australien. Sie gehören im Winter also an einen geschützten Ort. Doch jetzt erfreuen sie uns mit aromatischen Blättern und Blüten. Beliebt sind Ananas- und Honigmelonen-Salbei mit leuchtend roten, süssen Blüten sowie Mandarinen-Salbei. Auch Cassis-Salbei mit violetten Blüten und starkem Cassis-Duft ist interessant. Und dann gibt es noch Sammlerpflanzen wie den auffälligen rot-weissen Hot Lips-Salbei. Solch seltene Exemplare lassen sich recht leicht durch Stecklinge vermehren und mit Freunden gegen andere tauschen.

Würzig filigranes Olivenkraut

Die leuchtend roten Blüten des Ananas-Salbei sind essbar.

Wer noch Platz an der Sonne hat, versuche Olivenkraut (Santolina viridis) zu ziehen. Dieser mehrjährige Halbstrauch wird ähnlich wie Rosmarin oder Lavendel kultiviert und ist nur bedingt winterhart. Im Sommer verwöhnt er uns mit seinem stark aromatischen, nach Oliven schmeckenden Laub. Dieses wird in der mediterranen Küche für Pestos oder Tomaten-Mozzarella-Salat verwendet. Wie beim Basilikum, sollte man die Blätter möglichst nicht kochen, sondern erst am Schluss über die Speisen streuen. Beim Kochen büsst das würzige, filigrane Kraut nämlich viel Aroma ein. Olivenkraut wird an einem warmen, sonnigen Platz gut und gern einen halben Meter hoch und breit, und wenn es ihm gefällt, bildet es im Sommer auch gelbe, knopfähnliche Blüten, die sich zum Dekorieren von mediterranen Gerichten verwenden lassen.

Würzkraut Wasabi

Natürlich gehört etwas Wasabi auf den trendigen Küchenbalkon. Wir kennen die scharfe grüne Paste vom Sushi. Diese wird aus den Wurzeln hergestellt. Wasabiwurzeln sind im Prinzip die japanische Variante unseres Meerrettichs. Bis ordentlich grosse Wurzeln heranwachsen, dauert es einige Jahre. Aber auch das Laub der Pflanze ist für die Küche interessant, und zwar schon im ersten Sommer. Junge Blätter und Stiele können roh verwendet werden, sie schmecken viel milder als die Wurzeln. Grös-sere Blätter und fein geschnittene Stiele können auch blanchiert werden, sie passen zu asiatischen Reisgerichten oder zu Fisch. Wasabi mag einen nicht zu kalten, halbschattigen Standort und sollte stets genug gegossen werden. Seine zarten Blätter sind recht anfällig für Schnecken. Damit er kräftig heranwächst, lohnt es sich, ihn jede Woche zu düngen und im Herbst mit Kompost anzuhäufeln. Ansonsten ist Wasabi eine nicht allzu schwierig zu pflegende Pflanze.

So gedeihen die speziellen Kräuter

Mediterrane Kräuter
Salvien und Olivenkraut brauchen Sonne, durchlässige Kübelpflanzenerde und nicht zu viel Wasser.

Japanischer Meerrettich
Wasabi braucht Halbschatten, Kompost und Gemüseerde, die möglichst immer feucht ist.

Schneckenschutz
Schützen Sie die saftigen Blätter des Wasabi mit BioSchneckenkörnern oder Schneckenringen aus Plastik.

Kräuterkauf

Das Premium-Bio-Olivenkraut (siehe rechts) kostet im Topf 13 cm Fr. 5.95. Zum gleichen Preis gibt es Wasabi (Topf 9 cm) und auch den Premium-Bio-Salbei Culinaria (Topf 13 cm). Erhältlich sind diese speziellen Kräuter bei Coop Bau+Hobby.

In Coop-Verkaufsstellen finden Sie ebenfalls Bio-Salbei-Pflanzen, und zwar für Fr. 4.95 im Topf 14 cm oder grösser. Doch den Culinaria-Salbei, der sich sehr gut für Saltimbocca eignet, gibts nur bei Bau+Hobby.

www.bauundhobby.ch