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Die Blume der Liebe

Exotische Pracht ohne Ende: Die neuen blauen Schmucklilien sind pflegeleicht und blühen den ganzen Sommer über.

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zvg
18. Juni 2018

In Violett-Blau wie der gleichnamige Schmuckstein präsentiert sich die Schmucklilie Lapislazuli.


Schmucklilien

Beim Wort Agapanthus (Schmucklilie) kommt mir immer mein Besuch an der legendären Londoner Chelsea Flower Show in den Sinn. Mein gartenunerfahrener Begleiter dort hatte von Pflanzen gelinde gesagt keine Ahnung. Jedoch gelang es ihm, sich an den Ständen der Züchter grössten Respekt zu verschaffen. Die Fachleute unterhielten sich angeregt mit ihm und liessen mich, die ich doch einiges zu wissen glaube, links liegen. Wie er das anstellte? Ganz einfach, er hauchte ein spitzes Agapanthus und streute dazwischen ein Meconopsis (Scheinmohn) ein, die andere zauberhafte blaue Blume, von der Gartenexperten gerne schwärmen. Vor allem aber punktete er mit dem botanischen Zauberwort Agapanthus. Andere lateinische Pflanzennamen kannte er keine.

Wörtlich übersetzt aus dem Altgriechischen bedeutet Agapanthus die Blume der Liebe. Gibt es einen schöneren Pflanzennamen? Kaum. Und die blau oder weiss blühende, afrikanische Schmucklilie hat es punkto Charme und Schönheit in sich. Neue Züchtungen wie Lapislazuli (leicht violettes Blau) oder Summer Love Blue (hellblau) haben die Eigenschaft, dass sie nicht nur einmal blühen, sondern den ganzen Sommer über remontieren, das heisst, dass sie immer wieder neue Blüten bilden.

Schmuck für Terracottatöpfe

Die Agapanthusvielfalt ist gross, neben den blauen gibt es auch weisse Sorten.

Schwierig zu kultivieren sind die Blumen der Liebe nicht, obwohl sie so exotisch und exquisit wirken. Sie brauchen einen warmen Standort und viel Sonne. Und natürlich müssen die afrikanischen Liebeslilien im November zusammen mit anderen Kübelpflanzen in ein frostfreies Winterquartier gebracht werden. Ansonsten gehören Agapanthus zu den wirklich dankbaren, pflegeleichten Sommerpflanzen. Ihr ledriges, riemenartiges Laub ist recht zäh und wird kaum von Schädlingen und Krankheiten befallen. Ältere Sorten hatten etwa Probleme mit Viruserkrankungen, aber die neuen Züchtungen sind resistent. Einzig zu viel Feuchtigkeit kann den Schmucklilien schaden. Dagegen hilft, die Töpfe immer auf Füsschen zu stellen, sodass überschüssiges Wasser abläuft und keine Fäulnis entsteht. Anderseits brauchen sie während der Wachstumsphase sehr viel Wasser, um sich zu richtig grossen, prächtigen Exemplaren zu entwickeln. Einmal die Woche sollte dem Giesswasser flüssiger Dünger beigemischt werden. Gerade die neuen Züchtungen, die die ganze Saison hindurch blühen, reagieren gut auf Dünger. So gepflegt lassen die afrikanischen Schmucklilien schon bald auch den schlimmsten Gartenbanausen aussehen, als hätte er gleich zwei grüne Daumen und würde von der Pflege spezieller Pflanzen wirklich etwas verstehen.

Gute Bio-Erde

Agapanthus-Freuden
Setzen Sie Ihre Schmucklilie in einen schön grossen Topf und verwöhnen Sie die Pflanze mit Kübelpflanzenerde von Coop Oecoplan. 25Liter gibts für Fr.8.50. Die neuen Agapanthussorten Lapislazuli und Summer Love Blue kosten im 15-cm-Ø-Topf Fr.16.95 und im 19-cm-Ø-Topf Fr.24.95. Alle diese Produkte sind bei Coop Bau+Hobby erhältlich.

Tipps

Drei Tipps zu den Pelargonien

Weg mit den alten Blüten
Verblühtes stets ausbrechen. Das ist bei Pelargonien besonders wichtig, damit sie die ganze Saison durchblühen.

Flüssigdünger ins Giesswasser
Damit sie bis in den Herbst durchblühen, brauchen Pelargonien Dünger. Am besten jede Woche einmal im Giesswasser.

Pelargonien sind mehrjährig
Vor dem ersten Frost zurückschneiden, ins Treppenhaus stellen und nicht mehr giessen. Im Frühling treiben sie neu aus.