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Frischer geht nimmer

Kaum etwas ist auf dem Balkon einfacher und schneller zu ziehen als eigener Salat. Da kommen auch Ungeduldige auf ihre Kosten.

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Getty Images, Alamy
23. Juli 2018

Sieht gut aus und schmeckt noch besser: frisch geernteter Salat vom eigenen Balkon.

 

Ideal gepflanzt, nicht zu tief: Denn der Salat flattert gerne im Wind.

Am schnellsten gedeiht eigener Salat, wenn man Setzlinge kauft. Ein, zwei Schälchen reichen für den Balkon. Die jungen Salatpflanzen können allein oder in Lücken zwischen Sommerblumen gesetzt werden. Wichtig: Die Würfel aus Erde, in denen sich die zarten Wurzeln befinden, dürfen nicht verletzt werden, sie kommen als Ganzes in die vorhandene Erde. Salat darf man nicht zu tief pflanzen, sonst fault er am Ansatz. Ideal ist, wenn die Pflänzchen im Wind flattern können. Dann brauchen sie einfach noch Wasser, und zwar regelmässig. An heissen Sommertagen müssen kleinere Töpfe und Balkonkistchen mit Salaten am Morgen und am Abend gewässert werden. Das ist aber auch schon alles, was der eigene Salat an Arbeitseinsatz verlangt.

Kopf- oder Schnittsalat?

Welcher Salat es sein soll? In Samenkatalogen und auf Tauschbörsen findet man Hunderte von Sorten. Grundsätzlich eignen sich alle für die Kultur in Töpfen oder Kistchen. Gemüsegärtner unterscheiden zwischen Kopf- und Schnittsalaten. Kopfsalate lässt man in Ruhe gross werden und erntet dann den ganzen Kopf. Schnittsalate schneidet man immer wieder, wenn sie noch recht klein sind. So wachsen sie immer nach. Bei beiden Arten ist es sinnvoll, immer mal wieder etwas Nachwuchs zu säen oder zu pflanzen. Idealerweise besorgt man alle paar Wochen neue Setzlinge. So ist von Frühling bis Herbst feines Grünzeug vorhanden.

Für Abwechslung sorgen

Damit es nicht langweilig wird, sollte man immer neue Sorten ausprobieren. Nebst den Kopf- und Schnittsalaten gibt es auch Gemüsepflanzen, die sich als Salatbeigaben eignen. Etwa junge Blättchen von Randen, Krautstielen, Pastinaken, Karotten oder Kohlgewächsen. Probieren Sie aus, welch leckere Blätter Krautstiele und Randen haben und vergessen Sie nicht den Spinat: Junger Spinat im Salat ist eine Delikatesse.

Wer gegen Ende der Gartensaison noch viel Saatgut übrig hat, kann die Reste in flachen Schalen auf einem hellen Fenstersims ansäen, das funktioniert bis weit in den Herbst hinein. Die Pflänzchen werden geerntet, wenn sie einige Zentimeter hoch sind. Die sogenannten Micro Greens enthalten recht viele Vitamine und Nährstoffe. Sie sind ein Mittelding zwischen Keimsprossen und Schnittsalaten. Manche Samenreste wie Zwiebeln oder Radieschen schmecken auch als Keimsprossen gut. Diese können in Gläsern den ganzen Winter über in der Küche selber gezogen werden. So kommt garantiert das ganze Jahr über etwas frisches Grün aus eigenem Anbau auf den Teller!

Balkondünger - Für Gemüse und mehr

Die Kugeln dieses Spezialdüngers von Hauert lassen sich staubfrei anwenden. Auch wenn Salatpflanzen nur ganz wenig Dünger brauchen, alle anderen Gemüse, Kräuter und Blumen gedeihen damit umso besser. Zwei Kilo kosten Fr. 12.95. Erhältlich bei Coop Bau+Hobby. Sie können den Dünger auch online bestellen, sich zuschicken lassen oder in einer Coop-Filiale abholen.

Drei Salattipps

Salat ganz spärlich düngen
Sonst bildet er zu viel Nitrat. Salatpflanzen brauchen recht wenig Nahrung, um gut zu gedeihen.

Schnittsalate regelmässig ernten
Schneiden Sie diese, solange die Blättchen noch klein und zart sind. Sie wachsen dann mehrmals wieder nach.

Kopfsalat auf einmal ernten
Den Strunk stehen lassen und mit dem Messer ein Kreuz reinschneiden. So treiben vielleicht vier neue Salate aus.