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Sabine Reber

Frisches Grün für frische Luft

Bogenhanf, Fensterblatt und Gummibaum: Die Zimmerpflanzen-Designstars sind saftig grün und quietschlebendig. Sie sorgen für gutes Raumklima und hellen im Winter auch die Stimmung auf.

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Living4media
05. November 2018

Junge urbane Pflanzenfreaks lieben die Monstera deliciosa mit ihren riesigen Blättern.

Sein eigenes Wohnen mit Pflanzen online zu zeigen, ist von Amsterdam über Paris bis New York ganz gross im Trend. Und so wie die «Urbanjunglebloggers» haben auch wir Lust, uns auf den Winter hin mit frischem Grün zu umgeben. Wir besorgen uns ein, zwei richtige Hingucker. Mein Liebling ist der Bogenhanf (Sanseviera) mit seinen langen, eleganten Blättern. Stolz wie eine Steinskulptur steht er vor dem Fenster. Seine schlanken Blätter lassen das ganze Zimmer optisch höher wirken.

Bogenhanf wächst sowohl an der Sonne wie auch im Halbschatten und ist sehr pflegeleicht. Ein, zwei Wochen kein Wasser zu bekommen, macht ihm nichts aus. Und das Beste: Bogenhanf zählt zu den besonders effizienten Pflanzen für ein gutes Raumklima. Fleissig verwandelt er in der Nacht Kohlendioxid in Sauerstoff. Darum kann er sehr gut auch im Schlafzimmer stehen.

Gute Luft dank Pflanzen

Auch viele andere Blattpflanzen produzieren Sauerstoff. Besonders geeignet zum Reinigen der Raumluft sind Pflanzen mit grosser Blattoberfläche wie etwa der Gummibaum (Ficus elasticus). Und natürlich sind auch die riesigen Fensterblätter (Monstera deliciosa) gut für die Luft. Diese bilden in den Tropen, wo sie herkommen, essbare Früchte – die sehr lecker schmecken sollen.

Über Gummibäume und Fensterblätter rümpfen manche Leute die Nase. Doch diese gigantischen Gewächse sind bei den urbanen Pflanzenfreaks total im Trend. Richtig gut sehen diese Pflanzen aber nur aus, wenn ihre Blätter schön glänzen. Man muss sie wöchentlich mit einem feuchten Lappen abstauben. Dieser wird in eine Mischung aus Wasser und Milch getaucht. Durch den Fettgehalt der Milch schimmern die Blätter. Mit Olivenöl abreiben hingegen wäre zu viel des Guten – das würde die Poren der Pflanzen verstopfen.

Maranten ins Körbchen

Gut fürs Raumklima sind auch Korb- maranten (Calathea). Wegen ihrem Namen und weil sie recht gross werden, sieht man sie in Designheften und Blogs oft in Körben – was tatsächlich hübsch aussieht. Aber auch in einem Topf machen sie eine gute Falle. Schliesslich ist jedes einzelne ihrer Blätter ein Unikat, so zart gezeichnet, als hätte es ein Künstler mit dem Pinsel verziert. Da sie feuchte Luft mögen, macht es Sinn, sie mit anderen feuchtigkeitsliebenden Pflanzen wie etwa Einblättern (Spathiphyllum) zusammenzustellen. Man kann die Pflanzen mit den weissen Blüten mögen oder nicht, aber sicher sind sie extrem dankbar in der Kultur. Auch Anfänger können nichts falsch machen. Und Fortgeschrittene wissen: Sobald die Klumpen grösser werden, kann man sie aus dem Topf nehmen und die Wurzeln in Stücke schneiden. So hat man Hokus- pokus ein paar neue Einblätter.


Drei Zimmerpflanzentipps

Günstiges Mikroklima schaffen

Schaffen Sie im Zimmer eine Ecke mit feuchtigkeitsliebenden Blattpflanzen wie Marante, Zimmerfarn und Einblatt.

Nicht zu viel giessen

Sukkulenten wie die Sanseviera könnten sonst faulen. Denn zu viel Wasser fördert Trauermücken.

Falls doch Schädlinge auftauchen

Am besten verwenden Sie Coop-Oecoplan-Biocontrol-Mücken-Tabletten und/oder Solbac-Tabs mit Nematoden.