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Sabine Reber

Natürliche Türsteher

Mit wenig lässt sich um diese Jahreszeit viel Freude pflanzen: Christrosen und Koniferen sind das Duo der Stunde.

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Friedrich Strauss, zvg
10. Dezember 2018

Christrosen lassen sich in Wintergefässen schön mit anderen Pflanzen oder Dekorationen kombinieren.

Ein oder zwei hübsch bepflanzte Gefässe beim Eingang erfreuen uns in der dunklen Jahreszeit viele Monate lang. Besonders geeignet sind Christrosen in Kombination mit immergrünen Pflanzen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Grüntöne macht hier den Reiz der Arrangements aus: Das sattdunkle, ledrig glänzende Grün der Christrosenblätter wird durch die helleren, matten Scheinzypressen besonders schön hervorgehoben. Auch die Formen ergänzen sich perfekt.

Mit etwas Deko oder einer Lichterkette verwandeln sich die langen schmalen Koniferen auch in symbolische Tannenbäumchen. Als dritter Grünton im Bunde eignen sich graugrüne Gewächse wie etwa ein kleiner Wacholder oder das aparte Blauschwingelgras. In höheren Gefässen sieht ein über den Rand herabhängendes Efeupflänzchen hübsch aus. Auch kleine oder grössere Tannenzapfen passen in so ein Arrangement.

Im Doppel sieht es hübscher aus

Klassischerweise werden als Türsteher zwei praktisch identische Pflanzgefässe aufgestellt, so wie wir das aus Italien kennen. Dort schmücken oft zwei in Form geschnittene Lorbeerbäumchen den Eingang. Diese überleben in der Schweiz den Winter nur im Weinbauklima. Aber der gleiche Effekt kann mit Scheinzypressen oder geformten Eiben erreicht werden. Je nach Geschmack kommen noch ein paar Sterne oder Kugeln dazu. Wer oftmals erst im Dunkeln heimkommt und das Haus frühmorgens verlässt, wird seinen Türsteher vielleicht mit einer kleinen Lichterkette ergänzen. Ich mag die feinen LED-Lichter, die nur gerade die Pflanzen erleuchten. Ein zartes warmweisses Lichtlein, sorgfältig um die Blüten herum arrangiert, sieht magisch aus. Viel mehr braucht es gar nicht.

Wintergefässe bepflanzt man im Prinzip gleich wie Sommerflor. Man füllt frische Universal- oder Balkonerde in saubere Töpfe. Die Pflanzen löst man sorgfältig aus den Plastiktöpfen, lockert die Wurzelballen und zupft sie wenn nötig auseinander. Bei den Koniferen sind sie oft stark verknäuelt. Dann arrangiert man die Pflanzen möglichst harmonisch und drückt sie in den gut mit Erde gefüllten Topf. Am Schluss gut giessen! Das muss sein, auch wenn es draussen kalt ist. Nur so werden die Wurzeln richtig eingeschwemmt und finden guten Halt. Am Schluss lege ich Moospolster oder Rindenmulch drauf, das isoliert und die Erde trocknet weniger aus. In kalten Gegenden können die Gefässe zusätzlich mit Wollvlies und einer Schleife umwickelt werden. Wichtig ist, dass die Pflanzen in frostfreien Perioden regelmässig Wasser bekommen. Dünger brauchen sie im Winter kaum. 


Drei Christrosentipps

Christrosen sind Stehaufmännchen
Während sehr kalten Perioden lassen sie manchmal die Köpfe hängen. Sobald es milder wird, recken sie sich wieder.

Nicht in die Wohnung stellen
Kleine Arrangements können bei grosser Kälte auch kurz ins Treppenhaus genommen werden. Die Wohnung ist zu warm.

Sie sind mehrjährige Stauden
Im Frühling werden sie in den Garten ausgepflanzt und blühen dann jeden Winter wieder von Neuem.