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Robuste Bio-Sorte

Die beliebten Alpenveilchen gibt es nun in Bio-Qualität. Das ist nicht nur für die Umwelt erfreulich, sondern auch für uns. Denn sie leben länger als herkömmliche Zyklamen.

FOTOS
Getty Images, zvg
01. Oktober 2018

Farbtupfer in der kalten Saison: Wenn Sommerblumen langsam aufgeben, dann kommt die Zeit der Alpenveilchen.

Diesen Herbst freue ich mich besonders auf die neuen Zyklamen. Ich ziehe ja jedes Jahr Alpenveilchen auf dem geschützten Sims vor dem Küchenfenster. Neu gibt es unter der Marke Coop Oecoplan verschiedene Züchtungen in Bio-Qualität. Diese werden ganz ohne Pflanzenschutz- und Hemmstoffmittel kultiviert. Die Gärtnerei, die sie anbaut und die Coop beliefert, garantiert auch, dass kein Torf verwendet wird. Für die Umwelt ist das ebenso gut wie für uns Konsumenten.

Bio-Zyklamen sind vitaler, robuster und weniger anfällig für Krankheiten als die herkömmlichen Sorten, da ihnen viel Zeit zum Heranwachsen gegönnt wird. Nun nimmt mich natürlich wunder, wie sich die neuen Züchtungen, die wie die bisherigen zur Familie der Primelgewächse gehören, über die Saison entwickeln. Vorerst werden die Sorten Picasso (weiss), Allure (rosa mit weissem Blütenrand) und die roten Tianis erhältlich sein, und wenn die gut laufen, gibt es sicher noch weitere. Lasst uns also fleissig Bio-Zyklamen kaufen!

Im Treppenhaus oder im Zimmer

Mich erinnern Alpenveilchen immer an Balkone in Italien, wo sie den ganzen Winter über draussen bleiben dürfen. Bei uns ist es gut, sie hereinzunehmen, wenn besonders kalte Tage angekündigt sind. Die Töpfchen sind ja nicht schwer und finden immer irgendwo ein Plätzchen, das frostfrei und nicht zu warm ist: im Treppenhaus oder einem kühlen Zimmer. Sie können auch als Zimmerpflanzen kultiviert werden. Jedoch sollten sie nicht über einem Radiator stehen und nicht zu viel direkte Sonne abbekommen. Standorte über einem Radiator mögen etwa Weihnachtskaktusse, aber nicht Alpenveilchen oder Azaleen.

Gut kombinieren

Ich wähle meistens rote Zyklamen und kombiniere gerne solche mit kleineren und grösseren Blüten. Manchmal kommt noch eine mit Rüschen dazu – so ein monochrom rot leuchtendes Formenspiel vor dem Fenster erfreut das Gemüt, wenn die Tage grauer werden. Auch rosarote und weisse Zyklamen lassen sich hübsch kombinieren. Warum nicht je eine von jeder Farbe nehmen? Der Klassiker zu allen Alpenveilchen sind Seggen und andere Gräser mit fröhlich im Herbstwind spielenden Halmen. Und auch blaue oder weisse Hornveilchen passen gut dazu. Wenn die Zyklamen den Winter gut überstehen, dürfen sie im Frühling gerne neben den ersten Zwergnarzissen weiterblühen. Ja, und wenn wir schon dabei sind, die Kistchen vor dem Fenster neu zu bepflanzen, bietet es sich förmlich an, gleich noch ein paar Krokuszwiebeln oder eben frühe Zwergnarzissen dazuzugeben.

Eine gute Wahl

Ziergräser

Mit ihren herzförmigen Blüten ist die Pflanze ein blühendes Juwel.

Die Alpenveilchen in Bio- Qualität (Fr. 8.95, Topf Ø 12 cm) sind bei Coop Bau+Hobby und in grösseren Coop-Supermärkten er- hältlich. Zu den blühenden Pflanzen passen Ziergräser, die es ebenfalls bei Coop Bau+Hobby gibt: etwa niedriges Lampenputzergras in Bio-Qualität (Topf Ø 13 cm, Fr. 6.95) oder japanisches Blutgras (Topf Ø 18 cm, Fr. 16.95).


Drei Zyklamentricks

Sorgfältig giessen

Nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser. Die Erde sollte stets feucht sein, aber die Töpfe dürfen nicht im Wasser stehen.

Blütenstiele sind erstaunlich zäh

Verblühtes mit einer Nagelschere wegschneiden. Die Stiele sind zu zäh, um sie mit den Fingern abzuknipsen.

Möglichst viel wegschneiden

Die Stiele weit unten abschneiden, auch verwelkte Blätter ganz herausschneiden. Sonst können sie faulen oder schimmeln.