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Erdbeeren für Eilige

Die neuen Express-Sorten tragen schon vier bis sechs Wochen nach der Pflanzung die ersten Früchte. Und sie gedeihen sowohl im Garten wie auch in Balkonkistchen.

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Beatrice Thommen-Stöckli, zvg
06. Mai 2019

Es geht im Frühling nichts über den Geschmack von frisch gepflückten Erdbeeren. Am besten ziehen Sie diese selber und geniessen sie direkt von der Staude, wenn die Beeren noch von der Sonne warm sind. Auch wer nur einen Balkon hat, sollte das unbedingt ausprobieren. Um ein paar Erdbeerstauden zu pflanzen, genügt schon ein gewöhnliches Balkonkistchen. Denn sie wurzeln nicht sehr tief und sie brauchen nicht viel Erde. Das Einzige, was Erdbeeren in Kistchen brauchen, ist regelmässig Wasser und in der Wachstumsphase auch einmal pro Woche ein wenig Flüssigdünger. Im Gartenbeet hingegen ist es besser, die Erdbeeren nur beim Anpflanzen zu giessen und sie danach recht spärlich zu verwöhnen. Wenn sie weniger Wasser und Dünger bekommen, schmecken die Früchte noch viel intensiver.

Erdbeerpflanzen sind mehrjährige Stauden. Das Laub verwelkt also im Herbst, die Pflanze zieht sich in die Erde zurück. Die Wurzeln überwintern und treiben im Frühling neu aus. Grössere Stauden kann man in mehrere Stücke teilen. Doch am besten lassen sich die meisten Erdbeeren durch Ableger vermehren. Diese werden ganz einfach mit einer Drahtschlaufe am Boden befestigt, wo sie dann ganz von selber neue Wurzeln schlagen. Wer also ein grösseres Erdbeerbeet anlegen will, kann gut mit nur einer Reihe starten. Den restlichen Platz werden die Pflanzen nach ein, zwei Jahren selber ausfüllen. Zum Ernten muss man sorgfältig zwischen den Pflanzen hindurchgehen. 

Sorten für jeden Geschmack

Bei den Express-Erdbeeren wird etwas getrickst mit den Jahreszeiten. Sie bekommen eine extra Kältebehandlung, so haben sie früher Winter und bilden früher Blüten. Deshalb kann man bereits vier bis sechs Wochen nach der Pflanzung die ersten reifen Früchte pflücken. Die Ernte ist jedoch eher klein. Der normal grosse Ertrag folgt im zweiten Jahr.

Neben den klassischen roten Erdbeeren sind in letzter Zeit auch weisse in Mode gekommen. Die weissen Früchte haben den Vorteil, dass sie von den Amseln nicht als essbar erkannt werden. Bei Coop ist die «Hummi Weisse Fee» erhältlich. Wie alle Hummi-Sorten schmeckt sie süss und sehr fruchtig. Ihre rote Verwandte, die «Hummi Waldfee», eignet sich gut für den Balkon. Die Pflanze bleibt kompakt und bildet keine Ranken. Die grossen Waldfee-Erdbeeren haben ein intensives Aroma und können bis zum ersten Frost immer wieder geerntet werden. Interessant ist auch die Sorte «Kletter Toni». Da sie recht gut in die Höhe klettert, eignet sie sich auf dem Balkon als Sichtschutz.


Drei Erdbeer-Tipps

Ein Blick auf die Wurzeln
Bei der Auswahl der Pflanzen darauf achten, dass sie genug Wurzeln haben, sonst gehen sie bei Trockenheit ein.

Erdbeeren kann man immer pflanzen
Doch wenn sie schon Früchte tragen, sollte man sie bis zur Ernte in Ruhe lassen und erst nachher auspflanzen.

Holzwolle unter noch grüne Früchte 
So bleiben sie bei Regen sauber und man muss sie nach der Ernte nicht waschen. Waschen ist schade für den Geschmack!

Erdbeeren

Richtig viel Geschmack

Die im Artikel erwähnten Hummi-Erdbeersorten kosten Fr. 4.95 (Bild oben eine «Merosa»). Besonders intensiv im Geschmack ist die Hummi-Sorte mit dem lustigen Namen «Neue Mieze». 

Die Express-Erdbeeren gibt es bei Coop Bau + Hobby und in grösseren Coop-Läden für Fr. 6.95. Bio-Suisse-Erdbeeren für Fr. 24.95 (Ampeltopf 25 cm Ø).