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Heisse Sommerkräuter

Bei sommerlichen Temperaturen können Basilikum, Koriander, Dill oder Rucola ganz einfach gesät werden. Sie gedeihen so rasch, dass auch Ungeduldige glücklich werden.

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Heiner H. Schmitt, ZVG
01. Juli 2019

Wenn Sie schön regelmässig neu ansäen, haben Sie den ganzen Sommer über pflückreifes Basilikum daheim.

Drei Tipps zur Kräuterpflege

Basilikum pikieren

Zu dicht stehende Jungpflänzchen aus dem Topf nehmen und in grösserem Abstand auf mehrere Töpfe verteilen.

Wasser ja, Dünger eher nein

Kräuter nur spärlich düngen und spezielle Kräutererde verwenden. Regelmässig giessen nicht vergessen!

Weg mit den Knospen

Die Blütenknospen immer sofort wegknipsen. So halten die Kräuterpflanzen viel länger.

Das beliebteste Würzkraut Italiens bereitet den Garten- und Kochfans nördlich des Gotthards mitunter Kopfzerbrechen. Schon mancher dachte deshalb, keinen grünen Daumen zu haben. Dabei ist Basilikum nicht so schwierig zu ziehen. Man muss nur warten, bis die Temperaturen warm genug sind. Dann wächst er zügig heran und gedeiht. Die klassische Sorte zum Selbersäen ist der Genoveser, der gesund und robust ist. Man sät jeweils nur wenige Samen in ein Töpfchen, sodass jedes Pflänzchen Platz hat, um zu gedeihen. Den Rest der Packung gut verschliessen und aufbewahren. Damit immer frisches Basilikum vorhanden ist, lohnt es sich, den ganzen Sommer über alle paar Wochen wieder ein wenig anzusäen.

Beim gekauften Basilikum sind jeweils zu viele Sämlinge in einem Topf, sodass sie leicht faulen oder sich gegenseitig ersticken. Deshalb hat Basilikum den Ruf, schwierig zu sein. Wer so einen überfüllten Basilikumpot hat, kann aber die Pflänzchen pikieren (siehe Tipps). Meist geht es aber schneller und ist günstiger, selber Basilikum anzusäen.

Dill und Koriander

In der Balkonkultur oder als Gartenkraut noch etwas weniger bekannt sind Dill und Koriander. Dabei gedeihen auch diese beiden Kräuter bei warmen Temperaturen sehr schnell und ohne Schwierigkeiten. Bereits nach einigen Wochen können die jungen Blättchen zum Würzen verwendet werden. Dill passt perfekt zu Fisch vom Grill. Einfach vor dem Servieren ein Büschelchen ganz frisch gepflückte Blätter drüberstreuen! Ausserdem gehört Dill in den Gurkensalat. Koriander hingegen verfeinert allerlei orientalische Gerichte. Er wird nie mitgekocht, man streut ihn am Schluss über die Salate und andere Speisen. Beim Koriander ist es so, dass manche Leute ihn heiss lieben, andere aber können seinen starken, etwas seifigen Geruch nicht ausstehen. Koriander enthält Östrogene und gilt darum als weibliches Aphrodisiakum.

Alle schnell wachsenden Sommerkräuter werden am besten in eine Schale oder ein Kistchen gesät und an einen hellen, sonnigen Ort gestellt. Da sie eher etwas leichtere Erde brauchen, verwendet man am besten gleich richtige Kräutererde. Dann muss man sie feucht halten. Wie alle Kräuter sollten schnell wachsende Sommerkräuter möglichst wenig gedüngt werden. Dann gilt es, regelmässig zu ernten: stets die Triebspitzen abknipsen. So verzweigen sich die Pflanzen immer weiter, werden buschig und geben mehr her. Sobald sie aber blühen, ist Schluss, dann schmecken sie auch nicht mehr so gut. Man sät in diesem Fall am besten gleich nochmals eine neue Serie an.

Samen und Erde

Am besten in Bio-Qualität

Oecoplan-Kräutererde 15 Liter für Fr. 7.50. Beutel mit Bio-Naturaplan-Genoveser-Basilikumsamen gibt es für Fr. 2.95. Besonders regelmässig wächst Bio-Basilikum an, wenn die Samen auf Saatscheiben montiert sind. Für fünf Töpfe Fr. 4.45.

All dies können Sie online bestellen: www.bauundhobby.ch