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Garten

Scharfe Schnittsalate

Asiatische Salate brauchen kaum Platz. Sie gedeihen auf dem Fenstersims oder in einem Töpfchen in der Küche. Und sie wachsen mehrmals nach.

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 living4media/Friedrich Strauss, zvg
25. März 2019

Die Frische und Geschmacksvielfalt der asiatischen Schnittsalate ist begeisternd.

Das Faszinierende an Schnittsalaten ist, dass sie so gut wie überall gedeihen. Noch im kleinsten Balkonkistchen können sie angesät und einige Wochen später geerntet werden. Ich habe immer ein paar Kistchen mit Schnittsalaten und säe jeweils alle paar Wochen wieder neue an. So kann ich immer wieder ein Büschel zarter junger Blättchen ernten. Man kann von diesen Salaten gut verschiedene Sorten gleichzeitig anbauen: rote und grüne Lollo-Sorten mit bitteren Zichorien und Palla Rossa, oder man mischt zum grünen Schnittsalat etwas Rucola oder Barbarakraut. In der Salatschüssel tun sich Welten auf, da lohnt es sich, mit Neugier und Experimentierfreude auf Entdeckungsreise zu gehen.

Geschmacklich besonders interessant sind die asiatischen Schnittsalate. Viele dieser japanischen, chinesischen und thailändischen Schnittgewächse sind recht scharf, da sie Senfgewächse sind. Das hat den Vorteil, dass die Schnecken sie manchmal meiden. Die weniger scharfen Sorten verspeisen sie dafür umso lieber.

Besonders beliebt: die Asia-Salatsetzlinge in Bio-Qualität.

Bei Coop ist die klassische Asia-Mischung von Select erhältlich. Sie besteht aus dem thailändischen Senfkohl «Green in Snow», dem scharfen roten Blattsenf «Red Giant», dem langblättrig gezackten Mizuna, welcher nicht scharf, sondern mild kohlartig schmeckt, sowie dem fein gezackten roten Blattsenf «Rouge Metis», der grüne Stiele und eine nur leicht ausgeprägte Schärfe aufweist.

Der Trend hält bis heute an

Rein ins Hochbeet

Ideal auch für Salat

Asia-Pflücksalat gibt es als Samen für Fr. 5.90, als Bio-Setzlinge für Fr. 2.75. Allein für Asia-Salate brauchen Sie kein Hochbeet. Doch wenn Sie mehr pflanzen wollen, empfiehlt sich dieses Oecoplan-Hochbeet aus Lärchenholz 125 × 85 × 80 cm. Für Fr. 179.– können Sie es bei Coop Bau + Hobby abholen und dann montieren.

Sie können sich all das auch liefern lassen: www.bauundhobby.ch

Die asiatischen Senfarten kann man auch etwas weiter auseinander säen und sie grösser werden lassen. Sie erreichen dann gut dreissig Zentimeter Höhe und wachsen zu Büscheln heran. Diese können mehrmals geerntet werden. Entweder pflückt man nach Bedarf einzelne Blätter für die Küche oder man schneidet sie fünf Zentimeter über dem Boden ab. Nachwachsen werden sie sowieso. Insbesondere der japanische Senf versamt auch gerne, so man ihn gewähren lässt. Er verhält sich ähnlich wie Raps und sieht auch ein bisschen so aus. Wer also scharfe Salatblättchen mag, sollte einige davon blühen und versamen lassen. Der Rest ergibt sich von alleine.All diese asiatischen Gemüse sind um die Jahrtausendwende in Europa in Mode gekommen. Bekannt gemacht hat sie 1997 die irische Gartenpionierin und Autorin Joy Larkcom, die in ihrem legendären Salatbuch «Creative Vegetable Gardening» die Vorzüge der japanischen Salatsorten pries, die sie auf einer Weltreise entdeckt hatte. Von da an war der Siegeszug der Schnittsalate durch die europäischen Gärten nicht mehr aufzuhalten. Denn so praktische, robuste und stets nachwachsende Salate kannte man hier in dieser Form vorher nicht. 


Drei Tipps für die Asia-Salate

Säen oder setzen und nicht düngen
In einem schneckengeplagten Garten sollte man Schnittsalate in einem Topf ansäen. Und man darf sie nicht düngen.

Mit sauberem Schnitt ernten
Mit einem scharfen Messer ernten, die Stiele sauber abschneiden und nicht zerquetschen.

Auch gekocht sind sie essbar
Wenn sie mal zu gross werden oder aufstängeln, können Sie die Salate in der Pfanne als Gemüse dämpfen.