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Sabine Reber

Sie stehen gut im Saft

Kakteen und andere Sukkulenten sind derzeit als Zimmerpflanzen gross angesagt. Sie sind pflegeleicht und erlauben tausend Gestaltungsmöglichkeiten.

14. Januar 2019

Alle Kakteen sind Sukkulenten. Aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen. Einen echten Kaktus erkennt man leicht: Er hat sogenannte Areolen. Das sind runde, meist filzige Polster, aus denen Stacheln, Blüten und neue Triebe wachsen. Pflanzen ohne Areolen sind also keine Kakteen. In der Pflege sind alle Sukkulenten ähnlich: Sie gedeihen gern in durchlässiger, magerer Kakteenerde. Wer keine solche zur Hand hat, kann einen Teil normale Blumenerde mit einem Teil Sand mischen. Zudem sollte man Sukkulenten eher zu wenig als zu viel giessen und überschüssiges Wasser aus den Untertellern stets wegschütten. Sie dürfen nie im Wasser stehen, sonst faulen sie. In ihren fleischigen Blättern speichern sie Wasser, daher kommt auch ihr Name – succulens heisst auf Lateinisch saftreich.

Die Haut der Sukkulenten ist entweder wachsig oder behaart. Beides schützt sie vor dem Austrocknen in heissem Klima. Mit dem Anfassen muss man aufpassen. Bei wachsigen Sukkulenten entstehen leicht Fingerabdrücke, vor allem bei Aloe Vera, Echeverien und anderen Sorten mit bemehlter Oberfläche. Auch Kakteen sollte man aus naheliegenden Gründen möglichst nicht anfassen. Falls sie einen grösseren Topf brauchen, werden sie in eine dicke Schicht Zeitungspapier gewickelt und sorgfältig aus dem alten Topf herausgeklopft.

Praktische Hausgenossen

Dass sie es gern trocken haben, macht Sukkulenten zu praktischen Hausgenossen. Sie können gut zwei, drei Wochen ohne Giessen klarkommen. Dünger brauchen sie nur von Frühling bis Herbst: alle zwei Wochen ganz wenig Flüssigdünger. Sobald das Wetter im Mai warm wird, dürfen sie nach draussen auf den Balkon. Dort wachsen sie den Sommer über tüchtig, manche blühen auch gerne. Im Herbst müssen sie zeitig vor dem ersten Frost wieder zurück in die Wohnung.

Mit genügend Exemplaren von Kakteen und Sukkulenten und Feriensouvenirs lassen sich Wüstenlandschaften oder was auch immer nachempfinden. Auch kleinere Arrangements können Akzente setzen: Arrangieren Sie diese in einer flachen Schale, decken Sie die Erde mit Sand ab und legen Sie ein paar Steine drauf. Ich kombiniere gern verschiedene Formen und Texturen. So wirkt ein langer, dünner Kaktus besonders gut im Kontrast mit den fetten Blättern einer mattgrauen Echeverie. Ein Geldbaum mit seinen runden Blättern wird von einer hängenden Erbsenpflanze begleitet. Und ein grosser kugelrunder Kaktus kommt vor einer spitzen Aloe Vera schön zur Geltung. Sukkulenten lassen sich auch gut umplatzieren, da sie meist kompakt wachsen.

Drei Tipps für Sukkulenten

Aufgepasst beim Giessen

Lieber zu wenig als zu viel giessen. Ausnahme: Die Aloe Vera braucht während der Wachstumsphase richtig viel Wasser.

Zuerst in den Schatten, dann die Sonne

Sukkulenten beim Rausstellen nach der langen Winterphase im Zimmerklima langsam an die Sonne angewöhnen.

Vor dem Lüften wegstellen

Kalter Durchzug tut ihnen gar nicht gut. Insbesondere wenn sie blühen, ertragen sie das schlecht.