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Nagelkunde für Anfänger

Wer von sich behauptet, nicht einmal einen Nagel einschlagen zu können, sollte sich was schämen. Denn mit unseren Tipps treffen auch Sie den Nagel auf den Kopf.

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FOTOS
Alamy, zVg
08. August 2016

Ein Hammer und viele, viele Nägel. Das kann einen echten Heimwerker nicht erschrecken.


Draufgehauen

Was sich liebt, das bindet sich. Und muss sich etwas binden, was sich nicht von alleine binden würde, nun ja, dafür gibts auch sanfte Gewalt. Zum Beispiel Nägel. Denn ob Sie es glauben oder nicht: Nägel sind die ältesten bekannten Hilfsmittel, um zwei Dinge miteinander zu verbinden. Historiker haben den Gebrauch von Nägeln bis zu 5000 Jahre vor Christus nachgewiesen. Und auch wenn sich in unserer digitalen Zeit alles rasend schnell verändert: Beim Nagel halten wir immer noch alte Traditionen hoch, schlagen uns dabei mit Inbrunst den Hammer auf die Finger und taumeln in seliger Glückseligkeit, wenn dann der Schmerz endlich nachlässt.
Dabei ist Nageln so einfach. Zwei, drei kleine Tricks, ein wenig Übung und den richtigen Nagel vorausgesetzt, ist Ihnen durchschlagender Erfolg vergönnt.

Achten Sie deshalb auf folgende Dinge:

  • Bei Befestigungen mit Nägeln gilt: Rund zwei Drittel der Schaftlänge des Nagels sollten im haltenden Teilstück sitzen.
  • Dicke Nägel lassen Holz eher einreissen. Im Zweifelsfall ein Stück vorbohren. Ebenso bei Reihennagelung die Nägel nicht in die gleiche Holzfaser setzen, um eine Sprengung zu vermeiden. Zudem macht eine versetzte Nagelung Verbindungen fester.
  • Achten Sie beim Nageln darauf, dass nichts federt. Fixieren Sie die entsprechenden Arbeitsstücke bombenfest und kommen Sie gar nicht erst auf die Idee, den krummen Nagel ein zweites Mal zu verwenden.
  • Wenn Sie keine Spuren hinterlassen wollen: Bringen Sie die Nägel mit einem Versenker zum Verschwinden und verschliessen Sie die Löcher mit ein wenig passendem Holzkitt.
  • Müssen Nägel wieder raus, hilft die Beisszange. Wenn Sie deren runden Kopf als Hebel ansetzen, unterlegen Sie immer ein dünnes Brettchen, um Beschädigungen am Werkstück zu vermeiden.
  • Blaue Finger hingegen vermeiden Sie bei kleinen Nägeln, indem Sie diese durch ein Stück Karton stecken, welchen Sie beim Nageln gut halten können.
  • Für schwer zugängliche Stellen gibts auch professionelle Nagelhalter zu kaufen. Und für Akkordnagler Elektronagler. Wer ein Wohnzimmer täfert oder ein klassisches Parkett vernagelt, weiss so ein Maschinchen zu schätzen.

Und dann noch das:

Natürlich sind das nur die gängigsten Nageltypen. Neben Huf-, Reiss-, Holz-, Deko- und Sargnägeln gibts gefühlt noch Dutzende von Nageltypen. Daher gilt: Fragen Sie im Baumarkt Ihres Vertrauens nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Denn mit dem falschen Nagel am falschen Ort gewinnen Sie keinen Blumentopf. Höchstens einen blauen Daumen.

Nagelsortiment

Es ist nicht das Gleiche, ob Sie ein kleines Bild aufhängen oder den alten Schrank reparieren wollen. Denn ohne den passenden Nagel ist der Schaden vorprogrammiert. Deshalb ist es praktisch, das kleine Qualité&Prix-Nagelsortiment von Coop Bau+Hobby zu Hause zu haben. Dieses enthält zum Preis von Fr. 5.95 Nägel aus verzinktem Stahl. Und zwar in den meisten gängigen Grössen, Durchmessern und Längen, sowohl mit Senk- als auch mit Flachkopf.