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Schutzmäntelchen

Keine Angst vor Öl und Wachs: Wer sein Parkett mit natürlichen Mitteln pflegt, profitiert mit einem überschaubaren Aufwand von einem hohen Wohlfühlfaktor.

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Alamy, Getty Images, ZVG
28. Januar 2019

Mit den Bodenbelägen ist es so eine Sache: Teppich ist warm und flauschig – aber nicht jedermanns Sache und schon gar nicht die erste Empfehlung für Allergiker. Steinplatten sind natürlich – aber vielen zu kalt. Laminat und Kunststoffböden sind günstig und praktisch. Aber seien wir mal ehrlich: Wer in einem der reichsten Länder der Welt die Qual der Wahl hat, greift gerne zu etwas Natürlichem und Wertigem. Also zu Parkett.

Allerdings schreit das Parkett, im Gegensatz zu anderen Böden, nach Pflege. Ausser, Sie lassen es grosszügig mit Lack versiegeln. Böse Zungen fragen dann allerdings etwas ketzerisch: Warum haben Sie eigentlich nicht gleich zu Laminat gegriffen? Eben! Lassen Sie das Holz also atmen und profitieren Sie so vom bestmöglichen Wohlfühlfaktor in Ihren vier Wänden. Ohne Schutz und Zuneigung gehts allerdings auch beim besten Parkett nicht: Sie müssen es entweder ölen oder wachsen.

Reinigen Sie dafür den Boden zuerst mit einem Staubsauger mit Parkettdüse. Danach wischen Sie ihn feucht, aber nicht nass auf. Wenn Sie dem Wischwasser einen Reiniger beigeben wollen, verwenden Sie zwingend ein für den Boden geeignetes Produkt, etwa eine rückfettende Holzbodenseife.

Je nach Holz und Beanspruchung, müssen Sie den Boden regelmässig mit einem Parkett-Öl behandeln. Tragen Sie dieses mit einem weichen Lappen sparsam auf. Sie müssen dafür nicht den ganzen Raum leer räumen, es reicht, wenn Sie die Möbel geringfügig verschieben. Das Ölen verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit und beugt auch der Schmutzanhaftung vor. Ausgeleerte Flüssigkeiten müssen aber trotzdem so schnell wie möglich aufgenommen werden.

Wachs schützt

Ganz klassisch ist auch das Wachsen. Alte Generationen denken da an Bohnerwachs – und vor allem das mühsame Prozedere: Zuerst musste die alte Wachsschicht mit Stahlwolle abgetragen werden, dann das Wachs neu aufgetragen und am Schluss auch noch poliert werden. Wie anstrengend! Moderne Wachse lassen sich zum Glück ähnlich problemlos auftragen wie Öle. Entsprechend werden die beiden Produkte heute auch oft kombiniert. Sprich: Der Boden wird zuerst geölt und dann gewachst. Nebst der natürlichen Optik und dem Raumklima haben mit Öl und Wachs behandelte Böden gegenüber den versiegelten einen weiteren grossen Vorteil: Kleine Beschädigungen wie etwa Kratzer kann man partiell ausbessern. Lackierte Böden hingegen müssen immer komplett neu geschliffen und versiegelt werden.