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Filmkritik: Hugo 3D

Martin Scorsese (70) wagt sich erstmals an die 3-D-Technik und handhabt sie derart effektvoll, dass ihm mit Hugo ein Meisterwerk gelingt.

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ZVG
10. Februar 2012

Der zwölfjährige Hugo Cabret lebt mit seinem Vater im Paris der 1930er-Jahre. Eines Tages finden die beiden auf dem Estrich des Museums, in dem der Vater arbeitet, einen geheimnisvollen Apparat in der Form einer menschenähnlichen Figur und wollen diese reparieren. Doch bei einem Brand im Museum kommt der Vater ums Leben und Hugo findet bei seinem Onkel ein neues Zuhause. Dieser, ein Gewohnheitssäufer, wohnt im Dachgeschoss eines Bahnhofs und ist für den Unterhalt der dortigen Uhren zuständig. Als er eines Tages verschwindet, übernimmt Hugo unbemerkt dessen Arbeit.

Mit Hugo verhält es sich ein bisschen wie mit Harry Potter: Man weiss nicht so recht, wer das Zielpublikum ist. Vermutlich ist Hugo Martin Scorseses erster kindertauglicher Film - trotzdem werden es wohl eher Erwachsene sein, die sich von der aus den USA herüberschwappenden Begeisterungswelle erfassen lassen, denn dem Film fehlt der vordergründige Humor. Geduld ist gefragt, sowohl was die Entfaltung der Handlung als auch das Tempo betrifft - insbesondere zu Beginn des Films. Scorsese arbeitet erstmals mit der 3D-Technik - sehr effektvoll, obwohl (oder vielmehr weil) er der Versuchung billiger Effekthascherei widersteht.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Werk bei der Oscar-Nacht am 26. Februar leer ausgehen wird, ist gering: Hugo ist für elf Oscars nominiert - allerdings nicht in den Hauptkategorien. Ab 9. Februar 2012 in den Deutschschweizer Kinos; Verleih: www.ascot-elite.ch