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Buchtipp: Gute Ideen vom Profi-Faulpelz

Der renommierte Psychiater Klaus Maiwald begeht Suizid. Einen Suizid, den niemand versteht.

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ZVG
19. Juni 2017

Der Mann stand im Zenit seiner Karriere, war glücklich verheiratet und hatte keine Geldsorgen. Auf der Suche nach den Hintergründen seines Todes stösst András, Journalist und Jugendfreund der Tochter, auf enttäuschte Frauen und Schweigen.

Demütigung ist die gefährlichste aller Triebkräfte, hatte Maiwald einst gesagt. Er hatte seine Feststellung nicht aus der Theorie heraus gemacht, sondern aus Erfahrung. András Recherchen führen ihn in die Protest- und Besetzerszene der 1960er-Jahre und sie bringen seine eigene Lebensgeschichte ins Wanken, die mit Maiwalds Suizid zu tun haben muss

Der Zürcher Professor für Völker- und Staatsrecht, Oliver Diggelmann, wirft mit seinem Romandebüt Maiwald einen entlarvenden Blick auf die 68er-Generation. Er zeichnet präzise Bilder seiner Figuren und lässt beide Generationen, die des Ich-Erzählers und jene seiner Eltern, mit Feingefühl lebendig werden. Packend konzipiert und lustvoll erzählt.


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