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Buchtipp: Winter, Tom Winter

Verglichen mit Tom Winter, dem Sicherheitsbeauftragten einer Schweizer Privatbank, ist jeder 00-Agent ein ausgekochtes Weichei.

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ZVG
03. April 2017

Tom gerät in eine Lawine, verliert das Bewusstsein, wird gerettet: drei gequetschte Rippen, Handtrümmerbruch, gebrochene Elle. Der Arzt rät, den Arm ein paar Monate ruhig zu halten. Das interessiert Tom nicht. Tags darauf findet er in einem Berner Wohnsilo die Leiche der Rollator-alten Frau Berger. Sie hinterlässt ein kurioses Testament: Ihr Millionenerbe darf erst verteilt werden, wenn klar ist, welches ihrer Kinder ihren ersten Mann im Ofen seiner Backstube eingesperrt hat. Und so sucht Winter den Nachwuchs auf.
Er reist nach Nürnberg, auf die Azoren und nach Manchester, verprügelt, trotz geschientem und mit Schrauben fixiertem Arm, allerlei Gesindel. Immerhin gesteht er sich die Einnahme von Schmerzmitteln zu und dies gleich schachtelweise.

Mangelnde Action kann man dem Zweitling des Berner Psychologen und Schwarzgürtelträgers Peter Beck wahrlich nicht vorwerfen. Akribisch recherchiert, fein beobachtet und alles in einen rasanten Thriller verpackt. Stark!

Peter Beck: Korrosion. Im Handel oder für Fr. 18. plus Fr. 5. Versandkostenjetzt bestellen.