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Buchtipp

Auf LSD mit T.C. Boyle

T.C. Boyle (70) hat eine Schwäche für Drogen. Das wissen wir spätestens seit «Grün ist die Hoffnung». Doch nicht nur das: Der Kalifornier hat auch eine Schwäche für Schwächen. Menschliche.

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zvg
11. Februar 2019

In seinem neusten Roman, dessen deutsche Übersetzung übrigens knapp drei Monate vor der englischen Originalversion auf den Markt kommt, kombiniert er diese zwei Themen wieder einmal zu einem unwiderstehlichen Werk. Das er bereits Ende 2017 im Interview mit der Coopzeitung ankündigte. Und einmal mehr hat sich Boyle von realen Ereignissen und Personen inspirieren lassen. Der Hauptdarsteller in «Das Licht» hat einen unaussprechlichen Namen: Lysergsäurediethylamid, besser bekannt als LSD.

19 Jahre nach der Entdeckung der stärksten bekannten bewusstseinsverändernden Substanz durch Albert Hofmann (1906–2008) 1943 in Basel gründet der charismatische Harvard-Professor Timothy Leary (1920–1996) im Millbrook NY eine umstrittene Kommune. Diese feiert unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Bewusstseinserweiterung und Loslösung von sozialen Zwängen Drogenorgien mit freier Partnerwahl. Selbstredend, dass das auf die Dauer nicht gut gehen kann für den Doktoranden Fitzhugh Loney und seine junge Familie.

T.C. Boyle: «Das Licht». Carl Hanser Verlag.