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Titelgeschichte

Schatzkammer in den Alpen

Ferien im Bündnerland? Ja klar: Arosa, St. Moritz, Davos … Die kennt jeder. Doch wer die Seele des Kantons sucht, findet sie nicht in den mondänen Hotels und Boutiquen, sondern im Val Müstair.

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Heiner H. Schmitt
10. September 2018

Lü ist mit 1920 m ü. M. das höchstgelegene Dorf des Münstertals.

Valentin Pitsch

Der Müstairer Valentin Pitsch (66) zeigt Besuchern seine Heimat.

Manch einer würde behaupten, das Münstertal liege am Ende der Welt – oder wenigstens am Ende der Schweiz. Danach kommen die Grenze zu Italien und dann der Vinschgau (Südtirol). Die Münstertaler sehens anders: «Hier beginnt die Schweiz», sagen sie stolz. Tatsächlich ist der Piz Chavalatsch der östlichste Punkt des Landes. Zugegeben: Hier steppt nicht gerade der Bär. Dafür blühen die Bergwiesen, weiden die Kühe, plätschert der Rombach und beten die Klosterfrauen.

Den Namen hat das Münstertal vom Kloster – auf Lateinisch «monasterium», Romanisch «müstair». In Müstair selber, im tiefstgelegenen Ort des Val Müstair, ist Valentin Pitsch (66) aufgewachsen. Seine Muttersprache ist Romanisch, genauer Jauer, das im Münstertal gesprochene Idiom der Sprache. Er muss es wissen: Heisst es «das Val Müstair» oder «die Val Müstair»? «Vom Romanischen her wäre eigentlich «die Val Müstair» korrekt, denn «la val» ist weiblich», erklärt er und gesteht, er gebrauche gewohnheitsmässig «im Val Müstair», also das Val Müstair. Für Deutschschweizer ist dies die gängigere Variante – analog zu «das Tal».

Zwischen Ofenpass und Landesgrenze liegt das Val Müstair ganz im Osten der Schweiz.

Aber zurück zum Kloster, dem Benediktiner-Kloster St. Johann. Es entstand im 8. Jahrhundert n. Chr., seit dem 12. Jahrhundert ist es ein Frauenkloster. Es ist bekannt für seine Wandmalereien und gehört zum Unesco-Welterbe. Der Legende nach stiftete es Karl der Grosse aus Dankbarkeit, dass er die Gefahren der Bergwelt heil überstanden hatte. Bei der Rückkehr von seiner Krönung zum Langobardenkönig soll er auf dem Umbrailpass in einen heftigen Schneesturm geraten sein. Noch heute ziert sein Profil das Gemeindewappen des Val Müstair. 2009 schlossen sich alle sechs Dörfer des Tals zu einer politischen Gemeinde zusammen.

Zwischen zwei Welten

Das Kloster ist der Grund, weshalb Müstair selber als einziges Dorf im Tal immer katholisch geblieben ist, während die anderen reformiert wurden. «Heute spielt das keine grosse Rolle mehr», weiss Pitsch. Doch früher führte es dazu, dass keine Ehen geschlossen werden durften zwischen Müstairern und Bewohnern anderer Dörfer des Tals. Die unterschiedlichen Konfessionen sind auch sichtbar bei einem Spaziergang durch die Dörfer. «In Müstair sehen wir an den Hausmauern immer wieder Gemälde von Heiligen», erklärt Pitsch auf seiner Dorfführung. «In den anderen Dörfern stehen hingegen Sprüche an den Häusern.»

Die Ortsbilder spiegeln nicht nur die Religion wider, sondern auch die Lage des Tals. Viele Häuser sind verziert mit Sgraffiti, also Mustern und Verzierungen, die in den noch feuchten Putz gekratzt werden. Sie erinnern ans Engadin. Die Nähe zum Südtirol zeigt sich dagegen in den hölzernen Tiroler Giebeln. Das ist sinnbildlich für die Lage des Münstertals: Geografisch ist es dem Vinschgau näher, denn vom Engadin und somit der restlichen Schweiz ist es durch den Ofenpass getrennt. «Dennoch fühlen sich die Münstertaler als Schweizer», weiss Valentin Pitsch. «Sie bekannten sich zu den drei Bünden des Bündnerlands, und das Südtirol gehörte bis vor 100 Jahren zu Österreich und damit zum Hauptfeind der Eidgenossen.» Allerdings stand das Münstertal auch dreissig Jahre lang unter dessen Herrschaft: 1728 hatte es der Bischof an Österreich verkauft, 1762 kauften sich die Münstertaler aber selber zurück zu den drei Bünden.

Wie im Engadin: Auch im Val Müstair sind viele Häuser mit Sgraffiti verziert.

Trotz der nahen Landesgrenze: Das Münstertal gehört seit Jahrhunderten zu den drei Bündner Bünden.

Das Kloster St. Johann gehört zum Welterbe der Unesco.

Tschierv ist das letzte Dorf im Tal, bevor die Strasse über den Ofenpass führt.

Goldjunge und Smaragdeidechse

Heute bewegen sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Tales frei im Dreiländereck zwischen Schweiz, Italien und Österreich: Sie gehen ins Südtirol (I) in den Ausgang und nach Landeck oder Imst (A) ins Kino oder zum Shoppen. Die Ausbildung machen viele im Engadin oder in der restlichen Schweiz. «Es gibt zwar Lehrstellen im Tal, die Nachfrage ist jedoch nicht so gross», weiss Pitsch, selber ehemaliger Primarlehrer. Nach der Lehre bleiben viele anderswo hängen.

Umgekehrt arbeiten im Münstertal viele Südtiroler, etwa im Baugewerbe oder in der Gastronomie. Auch Unterländer zieht es hierher, Valentin Pitsch ist mit einer Luzernerin verheiratet. Mit gut 1500 Einwohnern ist die Bevölkerung aber überschaubar. «Man kennt sich», sagt Pitsch.

Derzeit prominentester Münstertaler ist Skilanglauf-Weltmeister und -Olympiasieger Dario Cologna (32). Auch ihn unterrichtete Pitsch vor Jahren: «Er war ein ruhiger, aber guter Schüler», erinnert er sich.

Dass sein ehemaliger Schützling das Tal weltweit bekannt macht, freut ihn. «Wir wollen nicht nur die Durchgangsstrasse sein. Wenn die Leute ins Südtirol fahren, sollen sie auch bei uns verweilen.» Schliesslich hat das Val Müstair allerhand zu bieten. Man kann wandern, Velo und Ski fahren – und natürlich langlaufen. Im nahen Schweizerischen Nationalpark lassen sich Tiere beobachten, die Pflanzen- und Tierwelt im Tal ist vielfältig. Die Natur zu fotografieren, ist auch eines von Valentin Pitschs Hobbys. «Bei uns leben die Aspisviper und die Smaragdeidechse. Im Engadin gibt es die nicht», gerät Pitsch ins Schwärmen. Und ein Projekt der Bio­sfera Val Müstair soll den Lebensraum des Felsenfalters erhalten, den es sonst in der Schweiz nur noch im Jura gibt. Die Biosfera Val Müstair bildet gemeinsam mit dem Schweizerischen Nationalpark und Teilen der Gemeinde Scuol das erste hochalpine UNESCO-Biosphärenreservat der Schweiz. Sie setzt sich ein für ein gutes Miteinander von Natur und Kultur im Tal. 2010 nahm die Stimmbevölkerung eine entsprechende Charta deutlich an.

Zusammen mit dem Kloster hat das Tal auf 200 km2 damit gleich zwei Unesco-Attraktionen zu bieten. Und wenn hier auch nicht der Bär steppt, so ist doch hin und wieder einer in der Gegend unterwegs. Aber eher im Versteckten und ohne viel Tamtam. Typisch Münstertal eben. Es liegt zwar nicht am Ende der Welt. Aber vielleicht dreht sie sich hier ein bisschen langsamer als anderswo. 

Erleben sie den beeindruckenden «Machu Picchu von Italien» unter fachkundiger Führung von Henri Duvoisin. Dieses und weitere touristische Angebote im Val Müstair finden Sie hier.


Kurz und bündig

  • 80 Prozent sprechen Romanisch (Jauer), Deutsch wird ab der 3. Klasse unterrichtet.
  • Im Tal hat es ein Spital für Notfälle mit einigen Betten. Für Geburten muss man nach Scuol ins Unterengadin.
  • Um 1900 gab es Pläne, die Rhätische Bahn vom Engadin ins Val Müstair zu verlängern.
  • 80 Prozent der Bauern setzen auf Bio.

Hier finden Sie unseren früheren Artikel zum Val Müstair

Lucia Meier (39) und Giancarlo Marco de Santis (52), «Meier-beck» Sta. Maria

Der erste Bissen der Nusstorte war ein Wow-Erlebnis. Lucia hatte sie Marco mitgebracht und der war hin und weg – vom Gebäck und von Lucia. Das ist 14 Jahre her. Die beiden lernten sich kennen, als Lucia die Ausbildung zur Tierpflegerin absolvierte – in Wädenswil ZH. «Wenn man im Münstertal aufgewachsen ist, muss man mal weg, um einen anderen Rhythmus zu erleben.»

Die Nusstorte stammte aus der Bäckerei von Lucias Vater. Der war vor 50 Jahren aus Luzern ins Val Müstair ausgewandert, hatte die Bäckerei in Santa Maria GR übernommen und eine Münstertalerin geheiratet.

Vor zehn Jahren stellte sich die Frage, wer von den drei Meier-Kindern den Betrieb weiterführt. Marco und Lucia diskutierten und entschieden sich schliesslich für eine Probezeit von drei Jahren. «Wir wollten das Handwerk lernen und schauen, ob das wirklich etwas für uns ist.» Die Voraussetzungen hatten beide: Marco wäre gerne Koch geworden und Lucia sagt von sich, dass gutes Essen eine ihrer grossen Leidenschaften sei.

2012 übernahm das Paar die Bäckerei, bei der die verwendeten Rohstoffe wenn möglich aus dem Tal stammen. So haben sie sogar ihren «eigenen» Bauern für das Bio-Getreide, zum Beispiel Roggen.

Marco und Lucia hatten viele neue Ideen, und viele davon haben sie bereits umgesetzt. Dazu gehört neben der neuen Webseite auch die Erweiterung des Sortiments von «Meier-beck», zum Beispiel um glutenfreie Produkte. Auch Bio und Slow Food sind Bestandteil des Angebots. Lucia ist ebenso überzeugt wie ihr Partner: «Du musst dein eigenes Ding machen.» Für sie heisst das unter anderem: Manufaktur statt Industrie. «Darum mussten wir auch schon auf Grossaufträge verzichten.»

Doch Marco und Lucia sind sicher: Für sie war es die richtige Entscheidung, ins Münstertal zu ziehen. In der Stadt seien die Ablenkung und der Druck bisweilen gross. Sie sind viel mit ihren Hunden draussen und geniessen die Natur. «Die ist hier einfach wunderbar.»

 

Sergio Tschenett (33), Biker und Maschinenbauer, Müstair

Das Biken ist die grosse Leidenschaft von Sergio Tschenett. Schon als kleine Kinder lernten er und sein Bruder von ihrem Vater das Velo- und Downhill-Fahren. «Damals war das Wichtigste, dass es möglichst schnell bergab ging», sagt der Bündner. Heute schätzt er es vor allem, draussen in der Natur zu sein. Das Velo sei das Mittel zum Zweck.

«Ich finde es eine faszinierende Maschine: Sie macht das, was man ihr sagt. Auch die Mechanik ist spannend.» An dieser pröbelt der gelernte Schlosser gerne. Er konzipiert und fräst neue Teile. Spezialanfertigungen für Profis, aber auch für den eigenen Gebrauch. Auf die Frage, wie viele Velos er habe, sagt er: «Vier ganze und viele Einzelteile».

Dass Sergio im Münstertal lebt, ist keine Selbstverständlichkeit. «Ich habe die Lehre in Samedan GR gemacht und war entschlossen, nicht mehr ins Tal zurückzukehren», gesteht er. So zog es ihn nach der Ausbildung ins Wallis, wo er als Metallbauer arbeitete und an Velos tüftelte. Nach Feierabend nutzte er die Fräse für seine Spezialteile. Aber: «Solche Maschinen sind eigentlich etwas zu ungenau dafür.» Bei einem Besuch zu Hause erzählte er das seinem Vater. Dieser schlug vor: «Wenn du zurückkommst, kaufe ich dir eine präzisere Maschine. Die können wir für viele Sachen im Maschinenbau gut gebrauchen.» Es wirkte, Sergio kehrte ins Tal zurück und stieg ins Metallbau-Geschäft seines Vaters ein.

Nebenher führt er heute seine eigene Velo-Werkstatt. Und zusammen mit seiner Freundin betreibt er eine Bike-Schule, die im Sommer auch geführte Touren anbietet. «Mit dem Mountainbike-Angebot kann man das Tal voranbringen und Touristen hierherholen», ist er überzeugt. Und mit dieser Meinung steht er nicht allein: Gemeindevorstand und Tourismusbüro setzen sich ebenfalls sehr für diesen Sport ein.

Maschinenbauer ist Sergio vor allem im Winter. Er ist in seiner neuen alten Heimat angekommen: «Es ist schon gut, dass ich hier bin.» 

 

Renata Bott (74), Imkerin, Trachtenfrau und Sprachbegeisterte, Tschierv

«Die Natur, die Kultur und die romanische Sprache: Das sind unsere Wurzeln», sagt Renata Bott. «Sie gehören zu unserer Heimat. Es ist unsere Pflicht, zu ihnen zu stehen und sie zu pflegen».

So setzt sich die ehemalige Bäuerin aktiv für den Erhalt ihrer Wurzeln ein. Als Mitglied der Trachtengruppe trägt sie ihre Tracht an Feiertagen, zu Hochzeiten und anderen Festen, etwa zum Erntedankfest in Valchava GR. «Schon als Mädchen habe ich sie zu wichtigen Anlässen getragen.»

Damals war es die Bündner Tracht. Heute trägt Renata Bott jene aus dem Tal, die sie sich vor 25 Jahren hat nähen lassen. «Die Münstertaler Tracht ist einfach, wie es die Leute im Tal auch sind», erklärt sie. Entscheidend sei aber, dass man sich darin wohl fühle. Die etwa 20 Frauen der Trachtengruppe sind jeweils spontan bereit für Auftritte bei Anlässen oder Empfängen. Auch einige jüngere seien dabei – das verbreite Zuversicht und Freude.

Zur Kultur gehört für Renata Bott auch die romanische Sprache, die sie gern Lernwilligen beibringt. «Es ist wichtig, dass man sie spricht, in der Bevölkerung und in der Familie. Die Kinder sollen sie in der Schule lernen.» Bei ihr im Münstertal spricht man Jauer, eine besondere Klangfarbe. Geschrieben wird aber Vallader, ein rätoromanisches Idiom, ebenso wie im Unterengadin.

Eine weitere Herzensangelegenheit der stolzen Münstertalerin: die Natur. Seit 20 Jahren ist sie Imkerin, betreut derzeit 15 Völker und setzt dabei auf die Dunkle Europäische Honigbiene: «Diese Bienenrasse ist seit Jahrhunterten hier heimisch. Deswegen ist sie auch angepasst an unser Klima und an unsere Flora», sagt Renata Bott. Vor allem seit sie und ihr Mann die Viehwirtschaft aufgegeben haben, widmet sie ihren Bienen viel Zeit.

In Tschierv sind ihre Wurzeln, und die pflegt sie mit viel Leidenschaft.

 

Ordensschwester Carla (85), Kloster St. Johann, Müstair

«Meine erste Berufung hatte ich, als ich in die 2. Klasse ging», erzählt Schwester Clara. Sie stammt aus Rueun in der Surselva GR. Im Religionsunterricht hatte der Pfarrer von den Ordensschwestern erzählt, die sich im Spital von Ilanz GR um die Kranken kümmerten. Das sei wahre Barmherzigkeit. «So wollte ich auch sein», erinnert sich die 85-Jährige. Selber Kranke zu pflegen, konnte sie sich allerdings nicht so recht vorstellen. Später zog sie in Erwägung, Handarbeitslehrerin zu werden. Aber das schien ihr auf Dauer zu langweilig.

Der Gedanke ans Kloster liess sie aber nicht mehr los. Ihre Tante war bereits Ordensschwester in Ingenbohl in Brunnen SZ. Doch das war für die junge Clara keine Option: «Meine Tante konnte jederzeit abberufen werden. Das wollte ich nicht, ich wollte meine Ruhe.» Wenn sie erzählt, schwingt immer auch eine Portion Schalk mit.

Als sie schliesslich ein Bild des Benediktinerinnen-Klosters in Müstair sah, wusste sie: Da will ich hin. Mittlerweile ist es seit 67 Jahren ihr Zuhause. Sie ist die älteste der Schwestern.

Ihre grösste Leidenschaft gilt dem Garten. Sie stellte ihn auf Bio um, «weil mich das Gift störte». Das war nicht immer ganz einfach: «Die Mitschwestern haben das nicht so verstanden.» So musste sie zum Beispiel für den Komposthaufen kämpfen, den sie einrichten wollte. Als das Gemüse schliesslich schön gedieh, waren aber auch die anderen überzeugt.

Neben der Gartenarbeit bestickt Schwester Clara Schürzen, Schultertücher und Kopfbedeckungen für Trachten. So hat auch die Handarbeit einen Platz in ihrem Leben.

Der Klosteralltag ist klar geregelt: Beten, Zelle in Ordnung halten, lesen, arbeiten, ruhen. «Ich bin froh um die strengen Ruhezeiten. Das ist gut und gesund.» Sie halte sich aber nicht immer daran, gesteht sie. Da ist er wieder, der Schalk.


Käse made im Münstertal

Die neue Käserei in Müstair ist ein Glücksfall für die Menschen im Tal. Die Coop Patenschaft für Berggebiete unterstützte das Bauprojekt.

Die Tage der alten Käserei in Müstair sind gezählt. Sie wurde zu eng und hätte bald den gestiegenen Anforderungen an die Hygiene nicht mehr genügt. Ein Ausbau am bestehenden Ort war nicht möglich – daher entsteht seit letztem Herbst am Dorfeingang ein Neubau. «Im November sollten wir dort mit der Produktion loslegen können», sagt Käser Christoph Öttl (28). Der Südtiroler ist seit März Betriebsleiter.

Bund und Kanton Graubünden tragen einen Grossteil der Kosten. Auch die Coop Patenschaft für Berggebiete beteiligte sich finanziell. Sie setzt sich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergbevölkerung ein. «Für die Talschaft ist es wichtig, dass die Milch vor Ort verarbeitet wird und die Wertschöpfung im Tal bleibt», begründet Patenschafts-Geschäftsführerin Béatrice Rohr (63) das Engagement. Mit dem diesjährigen Verkauf der 1.-August- Weggen, -Cervelats und -Käse kamen 260 000 Franken für das Projekt zusammen. Die Patenschaft stockte auf 1 000 000 Franken auf. Dies ist der bisher höchste gesprochene Betrag der Non-Profit-Organisation. «Aufgrund des 75-Jahr-Jubiläums der Patenschaft 2017 haben wir beschlossen, ein grösseres Projekt zu unterstützen», so Rohr.