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Reis ohne Reise

Wer Reisterrassen sehen will, muss nicht mehr unzählige Stunden im Flugzeug verbringen - eine kurze Reise nach Wolhusen LU reicht.

FOTOS
Beat Müller, Luzern Tourismus, Caroline Pirskanen, LTB AG/Paul Käslin, zvg
26. März 2018

Tropisch: die Reisterrassen in Wolhusen.


Reisterrassen mit Blick auf den Pilatus statt den Himalaja: Das gibt es jetzt im Tropenhaus Wolhusen LU. Dort kann man nicht nur anhand der einzigen Reisterrassen der Schweiz Reis in verschiedenen Wachstumsstadien bestaunen, sondern auf dem interaktiven Erlebnisweg viel lernen etwa, wie das nach Weizen zweitbeliebteste Getreide der Welt sich umweltschonend anpflanzen lässt.

In Wolhusen kommt die sogenannte AWD-Methode kurz für Alternate Wetting and Drying zur Anwendung. Dabei stehen die Terrassen nicht permanent unter Wasser, sondern trocknen dazwischen immer wieder ab. Denn werden die Felder wie in Asien üblich durchgehend geflutet, braucht es für ein Kilo Reis 5000 Liter Wasser und es wird Methan freigesetzt.

Die Reismühle Brunnen, die sich mit Helvetas und Coop für die Verbreitung der AWD-Methode in Asien einsetzt, steht dem Tropenhaus beratend zur Seite. Dennoch ist die Herausforderung gross. Denn nie wurden in diesen Breitengraden AWD-Terrassen angelegt. Wie oft der Reis hier bewässert werden muss und wie lange er zum Wachsen braucht, muss das Tropenhaus bei diesem Projekt erst lernen.

Reis-Terrassen im Tropenhaus Wolhusen