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Schöne Schweiz

Sonnenuntergang über dem Klöntal

Die untergehende Frühlingssonne über dem Klöntalersee taucht die Matten am Fusse des Glärnisch in ein zauberhaftes Licht.

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Getty Images
22. April 2019

Das Klöntal GL ist ein Seitental im Kanton Glarus. Sein Juwel: der Klöntalersee. Er entstand nach einem Bergsturz als Natursee und wurde später zu einem Stausee aufgestaut. Seit 1908 nutzt man den See für die Stromproduktion und als Badesee. Das Klöntal ist auch ein Wanderparadies. Eine Route führt über den Pragelpass (1550 m ü. M.) nach Muotathal SZ (die Strasse ist mit einem Wochenend-Fahrverbot belegt). 1890 entdeckte der Schweizer Autor und Literaturnobelpreisträger Carl Spitteler (1845–1924) das Klöntal. «Der Klönthalersee gehört zu den unglaublichsten Naturschönheiten, die kein Traum erräth», soll Spitteler gesagt haben.

Erreichbarkeit

Das Klöntal liegt unweit des Kantonshauptortes Glarus. Von den Bahnhöfen Glarus und Netstal GL erreicht man das östliche Seeufer in rund zwei Stunden Fussmarsch. Der Bus ab Glarus braucht eine gute Viertelstunde. Er verkehrt ab 4. Mai an den Wochenenden und Feiertagen, ab 30. Mai täglich.

Besonderheit

Historische Bedeutung erlangte der Pragelpass durch den russischen General Alexander Suworow (1730–1800). Er gelangte 1799 auf dem Rückzug aus Oberitalien mit seiner geschlagenen Armee über den Gotthardpass ins Muotathal. Von da marschierte er hinüber ins Klöntal, um schliesslich wieder nach Russland heimzukehren.