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Die besten Wandertipps

Es braucht nicht viel, damit eine Wanderung gelingt: Mit diesen Tipps ist der Erfolg fast sicher.

FOTOS
Heiner H. Schmitt, Keystone, Fotolia
06. September 2019

1. Die Kategorien der Wanderwege

Das Wichtigste ist die Routenwahl. Dabei sollten Sie sich jeweils an den Möglichkeiten des schwächsten Teilnehmers orientieren. Informieren Sie sich zudem in den lokalen Tourismusbüros über Ausweichmöglichkeiten auf der gewählten Route für den Fall, dass das Wetter umschlägt oder jemand verunfallt.

Signalisation und Berechnung: Es gibt eine ungefähre Faustregel für die Berechnung der Routendauer: Die ersten vier Kilometer geradeaus: 1h. Vier Kilometer mit 400 Höhenmetern: 2 h.

 Wanderweg

 Bergwanderweg

 Alpinwanderweg

Gelb: Wanderweg, keine besonderen Anforderungen. Steile Stellen sind mit Geländern gesichert. Normale Wanderschuhe.

Gelb mit weiss-rot-weisser Spitze: Bergwanderweg. Gute körperliche Verfassung, Trittsicher / schwindelfrei. Feste, knöchelhohe Wanderschuhe. (Die Zwischenmarkierungen sind weiss-rot-weiss.)

Kenntnisse der Gefahren im Gebirge. (Steinschlag, Rutsch-/Absturzgefahr, Wetterumsturz). Besonders schwierige Passagen mit Ketten/Seilen gesichert.

Weiss-blau-weiss: Alpinwanderweg. Sehr gute körperliche Verfassung. Trittsicher/ schwindelfrei. Vertraut im Umgang mit Seil/Pickel und mit Kletterpassagen. Nur teilweise Sicherung in gefährlichem Gelände. Feste Schuhe, griffige Sohle.


2. Der Proviant

Eine Wanderung macht hungrig. Wenn im Wandergebiet keine Bergbeiz aufzufinden ist, ist es umso wichtiger, genügend Proviant dabei zu haben. Hierzu eignet sich folgendes:

  • Bananen
  • Vollkornbrot
  • Käse
  • etwas für den Grill
  • Trockenfrüchte
  • Müsliriegel
  • Nüsse
  • Schoggi
  • genug zu trinken

3. Die Ausrüstung

Ohne die richtige Ausrüstung kann die Wanderung schnell anstrengend werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann hier seine Ausrüstung abgleichen:

  • feste, der Wanderung angepasste Schuhe, die über die Knöchel gehen
  • der Jahreszeit entsprechende Kleidung
  • Auswechselshirt
  • Wanderhosen der Jahreszeit entsprechend
  • Die Funktionssocken Merino oder Synthetik müssen höher sein als der Schuhrand.
  • Regenschutz
  • Sonnencreme mit hohem Faktor, Sonnenbrille, Kopfbedeckung
  • Taschenapotheke
  • Topografische Wanderkarte 1:25000, Handy mit Notfallnummern
  • Taschenmesser
  • Feldstecher und Lupe
  • eventuell Teleskopstöcke (bei längeren Abstiegen von Vorteil)
  • Stirnlampe, falls man von der Nacht überrascht wird
  • Proviant

Finden Sie ausführliche Infos über alle Aspekte des Wanderns, Winterwander- und andere Wege sowie Aus- und Weiterbildung auf:


Zusatztipp: Wandern mit Hund

Fanny Zambaz-Dupont besitzt einen eidgenössischen Fachausweis Wanderleiterin und arbeitet hauptsächlich im Wallis. Der Beruf ist seit 2010 von der Eidgenossenschaft anerkannt und seine Interessen werden weltweit vom Schweizerischen Verband der Wanderleiter vertreten. Die Inhaber des Fachausweises unternehmen mit den Kunden im Sommer Wanderungen aller Art ohne technische Hilfsmittel bis zum Schwierigkeitsgrad WT3. Kontakt: fedupont@bluewin.ch

Sie nehmen zum Wandern oft Ihren Hund Lanin mit, einen Husky. Warum?
Mein Hund liebt das Wandern und die Bewegung. In meinem Beruf bin ich natürlich häufig auf Tour. Aber auch wenn er es gewohnt ist, mir überallhin zu folgen wenn ich arbeite, bleibt er zu Hause. Er begleitet mich nur, wenn meine Kunden es wünschen.

Welche Ratschläge geben Sie für das Wandern mit Hund?
Steigern Sie das Pensum langsam, um Ihren Hund daran zu gewöhnen. Probieren Sie aus, wie viel Anstrengung und welches Gelände er bewältigen kann. Ausserdem muss man wissen, dass auch ein trainierter Hund Probleme haben kann, etwa durch Überhitzung oder eine Verletzung. Nehmen Sie deshalb immer genug Wasser für ihn mit.

Wie merkt man, wann es ihm zu viel wird?
Jeder aufmerksame Hundehalter wird die Grenzen seines Hundes erkennen. Lanin zum Beispiel winselt beim Laufen und legt sich hin, sobald ich anhalte. Da weiss ich dann, dass es ihm zu viel wird. Normalerweise reichen ein paar Minuten Pause und Wasser zum Trinken, damit er wieder zu Kräften kommt und weiterlaufen kann.