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Wanderbücher

Hoch auf den Gipfel, vorbei an Bilderbuchlandschaften, im Schnee, im Fels – oder auch mal ein bisschen weiter: sechs Bücher, die (auch) zum Wandern animieren. Hoch auf den Gipfel, vorbei an Bilderbuchlandschaften, im Schnee, im Fels – oder auch mal ein bisschen weiter: sechs Bücher, die (auch) zum Wandern animieren.

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Getty images, zvg
07. Oktober 2019

In 119 Tagen von Wien nach Nizza

Er war dann auch mal weg, der Dominik Siegrist. 119 Tage war er unterwegs, genau die Dauer einer 17-wöchigen Rekrutenschule. In dieser Zeit durchmass der Autor die Alpen in ihrer ganzen Länge: von Wien bis Nizza. Zu Fuss. Und ein paar Abschnitte mit dem Velo. Seine Erlebnisse fasst er in diesem Buch zusammen, unterbrochen von Themenfenstern. Daneben liefert der Autor Tipps zu Ausrüstung und Planung. Alles sehr gluschtig. Aber Vorsicht: Nicht, dass Sie jetzt gleich losmarschieren. Berggängig und konditionell zwäg müssen Sie schon sein, wenn Sie das Abenteuer nachwandern wollen – trotz der 26 Ruhetage. 

Dominik Siegrist: «Alpenwanderer – Eine dokumentarische Fussreise von Wien nach Nizza», Haupt-Verlag


Oft ist auch die Hütte das Ziel 

SAC-Hütten hatten ursprünglich eine grosse Hauptaufgabe: Stürmer auf ihrem Weg zum Gipfel über Nacht oder tagsüber vor Wind und Wetter zu schützen. Diese Funktion haben sie zwar immer noch, doch oft ist auch die Hütte selber das Ziel. Diese Erweiterung ihrer Funktion hat auch Einfluss auf den Bau und die Ausstattung der Hütten, die oft gar keine «Hütten» mehr sind. Martin Zettel hat sich ihrer Architektur angenommen und zeigt das ganze Spektrum: von spartanisch, heimelig, dunkel und eng (Dammahütte) bis komfortabel, modern, nachhaltig und geräumig. Eingeschlossen An- und Abreise zu den Hütten.

Martin Zettel:«SAC-Hütten-Architektur – 24 Hüttenporträts mit Ein- und Mehrtageswanderungen», Weber-Verlag


Der Schweiz auf den Grund gehen

Es muss ja nicht immer nur die Tektonikarena Sardona sein. 15 Wanderungen, auf denen sie der Schweiz buchstäblich auf den Grund gehen, beschreiben die beiden Autoren. Wanderungen, auf denen man typische geologische Phänomene bestaunen und mit viel, viel Fantasie die Entstehung von Jura, Mittelland und Alpen nachvollziehen kann. Staunen braucht Zeit, deshalb sind die Marschdistanzen für die halb- oder ganztägigen Wanderungen kurz. Neben den üblichen Angaben (Route, Ausgangs- und Endpunkt mit Koordinaten, Länge, Zeitbedarf, günstige Jahreszeit etc.) enthält das Buch auch viele geologische Erklärungen. 

Jürg Alean/Paul Felber: «Geologische Wanderungen – 15 Routen zu Hotspots in der Schweiz». Haupt-Verlag


Auch im Winter, falls es schneit

Wandern kann man auch im Winter – klar. Viele (gelb signalisierte) Wanderwege sind auch in der kalten Jahreszeit begehbar – selbst wenn Schnee liegt. Andere aber nicht, dafür unterhalten Feriendestinationen eigentliche (lila signalisierte) Winterwanderrouten. 30 Wander- und Winterwanderrouten schlägt der Autor für einen Fussmarsch im Winter vor, 16 Kantone kommen dabei zum Zug. Neben Angaben zur An- und Rückreise, zu Restaurationsmöglichkeiten, Höhenunterschied, Marschzeit und Streckenlänge enthält das Buch auch spezielle Tipps zu Planung und Ausrüstung für das Wandern im Winter – egal ob mit oder ohne Schnee.

Andreas Staeger: «Wege im Winter – Wandern im Schnee und ohne Schnee», wanderprofi.info


Ein Buch für Hardcore-Wanderer

Eines vorneweg: Dieses Buch ist nichts für Gelegenheitsrotsocken, da braucht es schon etwas mehr. Denn unter Schwierigkeitsgrad T4 (Alpinwandern) gibts keinen der 40 beschriebenen Gipfel. Das heisst, alpine Erfahrung ist unabdingbar, auch wenn das Ziel nie über 3000 Meter liegt. Aber man muss ja nicht immer das oberste Ziel anvisieren. Wer sich nicht zwingend ins höchstgelegene Gipfelbuch eintragen will, dem bietet das Autorenteam auch Abkürzungen und Alternativgipfel ab Schwierigkeitsgrad T2 (Bergwandern). Ausführungen zu Geologie und Flora des Berner Oberlandes ergänzen die anschaulichen Wegbeschreibungen.

Sabine und Fredy Joss: «Alpinwandern Gipfelziele – Berner Oberland», Weber-Verlag


Wandern zur Kunst in natura

Die Gotthardregion – das sind vier Kantone und drei Sprachen, ein gerüttelt Mass an Mythen aller Art und viele, viele natürliche Schönheiten, die Künstlerinnen und Künstler immer wieder inspirieren. Die 14 Wanderungen führen zu 22 Standorten, an denen faszinierende, mehr oder weniger bekannte Bilder entstanden. Den Kunstwerken stehen aktuelle Fotografien gegenüber, was zu faszinierenden und überraschenden Einblicken und dem einen oder anderen Aha-Erlebnis führt. Das Buch enthält auch Angaben zu den Künstlern, zur Gotthardregion als solcher, zu ihren kulturellen, historischen und geografischen Besonderheiten. 

Ruth Michel Richter/Konrad Richter: «Wandern wie gemalt – Gotthardregion», Rotpunktverlag