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Interview

Nachspiel

Andere wären längst wieder reif für ein «Sabbatical». Aber vom gleichnamigen Programm des Cabaretduos Divertimento können die Fans nicht genug bekommen – darum geht die Tour weiter.

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Elias Kaiser
16. September 2019

Ziemlich fertige Freunde ? Manu Burkart (l.) und Jonny Fischer vor der Tourpause.

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Zugegeben: Es gibt bei der Coopzeitung unangenehmere Aufgaben, als ein Interview mit dem Cabaretduo Divertimento zu führen – auch wenn bei der Vorbereitung mit Videos ihrer früheren Programme die Lachmuskeln recht beansprucht werden. Seit 17 Jahren bringen Jonny Fischer (39) und Manu Burkart (41) die Schweiz zum Lachen, seit drei Jahren mit dem Programm «Sabbatical».

Ab Mitte Juni hatten sie Tourneepause, aber jetzt geht es bald wieder los und die beiden freuen sich schon darauf. Wer beim Vorverkaufsstart im März wieder einmal leer ausgegangen ist, hat jetzt nochmals eine exklusive Chance auf die vergünstigten Supercard-Tickets.

Ihr hattet fast drei Monate Ferien – in denen ihr alles vergessen habt? Oder sind die Rollen und Texte sofort wieder da?

Jonny: Also Ferien hatten wir, aber leider nicht sehr lange. Es stimmt, wir hatten drei Monate spielfreie Zeit, haben aber in dieser Zeit neben der Bühne sehr viele Projekte verfolgt. Einige gemeinsam, andere jeder für sich. Das Programm bereiten wir aber jeweils wieder vor …

Manu: … und trotzdem geht bei den ersten Shows immer wieder mal etwas vergessen. Was aber sowohl für uns als auch für das Publikum sehr unterhaltsam ist.

Was macht ihr, um wieder in den Tourmodus zu kommen?

Jonny: Eigentlich ist es immer so: Gegen Ende der Tournee sehnen wir uns unheimlich nach der spielfreien Zeit. Man freut sich dann auf die Abende zu Hause und auch darauf, dass weniger Druck da ist – immer gesund und immer lustig zu sein. Aber ehrlich gesagt freuen wir uns danach auch jedes Mal wieder auf die nächste Tournee, aufs Unterwegssein. Das ist eben doch unser Hauptberuf.

Müsst ihr euch erst wieder aneinander und an die Zusammenarbeit mit eurem Team gewöhnen?

Manu: Nein. Wir sind ja schon so lange gemeinsam unterwegs, dass wir sofort wieder im Tourmodus sind. Aber wir freuen uns darauf, die Ferienerlebnisse mit unserem Team zu teilen. Dabei wird es sehr oft megalustig.

Wo habt ihr die Ferien verbracht?

Manu: Meine Schwester hatte auf der Melchsee-Frutt ein Chalet mit zehn Betten gemietet. Dort haben wir sie für eine Woche besucht. Ehrlich gesagt mag ich die Schweizer Berge im Sommer mehr als im Winter. Danach war Italien unser zweites Ferienziel.

Jonny: Ich habe nur tageweise Ferien gemacht, in Stockholm, in Italien und im Tessin. Es war ein arbeitsreicher Sommer.

Komödiant – das ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Art, mit dem Leben umzugehen, richtig?

Jonny: Wenigstens versuchen wir es. Jedoch gelingt es auch uns im Alltag nicht immer, schwierige Situationen mit einem Lächeln oder mit Galgenhumor zu nehmen. Wir sind aber schon besser darin … Um als Komiker auf der Bühne bestehen zu können, muss es ganz klar «Berufung» sein. Davon sind wir beide überzeugt.

Was hat sich am «Seichmache» in den vergangenen Jahren geändert? Gibt es etwas, das ihr vermisst?

Manu: Wir sind nicht mehr so verspielt. Früher war alles «frisch ab de Lebere». Jetzt sind wir professioneller, differenzierter und reich an Erfahrung unterwegs, doch oft auch befangen und zu verkopft.

Jonny: Der Druck und die Erwartungen sind von allen Seiten gestiegen. Es ist schon lange kein Hobby mehr.

Hat sich Jonnys Achillessehnenriss vom vergangenen Sommer auf euer Freizeitverhalten ausgewirkt?

Jonny: Nur bedingt. Über ein Jahr lang hatte ich Physio-Therapie und konnte keinen Sport treiben. Das war hart, weil ich das wirklich gern mache. Nun ist aber alles verheilt und ich bin wieder ähnlich unterwegs. Ein bisschen achtsamer vielleicht.

Wie bekommt ihr in den Ferien den Kopf wieder frei? Könnt ihr dann schnell abschalten oder verfolgt euch das Bühnenprogramm noch eine Weile?

Jonny: Wie gesagt – wir reden nicht von Ferien. Die spielfreie Zeit ist immer sehr ausgefüllt, zum Beispiel mit der Vertonung der nächsten DVD, mit TV-Aufnahmen, mit dem Schreiben an anderen Projekten und vielem anderen. Daher ist das Bühnenprogramm schnell ziemlich weit weg. Manu ist als dreifacher Papi eh zackig in einem komplett anderen Film.

Apropos – ihr wolltet doch einmal einen Kinofilm machen. Wer müsste darin unbedingt mitspielen: Marco Rima, André Rieu oder Will Smith?

Manu: (Lacht). Am liebsten alle drei, das wäre eine netter und lustiger Cast … Der Film ist für uns immer noch ein Thema, aber eher als Traum denn als konkreter Plan.