«Weihnachten war immer speziell» | Coopzeitung
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Interview

«Weihnachten war immer speziell»

Superstar Robbie Williams über seine neue CD «The Christmas Present», das Duett mit Helene Fischer und seine Vorliebe fürs Boxen und Karate.

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Dukas
25. November 2019
Robbie Williams wünscht sich den Weltfrieden ? und falls es damit nicht klappt, begnügt er sich mit einem Nummer-eins- Album.

Robbie Williams wünscht sich den Weltfrieden ? und falls es damit nicht klappt, begnügt er sich mit einem Nummer-eins- Album.

Robbie Williams, womit sind Sie momentan beschäftigt?

Ich bin gerade vom Golfspielen nach Hause gekommen, trete viel im Fernsehen auf und gebe zahlreiche Interviews.

Was bedeutet Ihnen Ihr erstes Weihnachts-Album?

Ich bin sehr glücklich und begeistert. Es fühlt sich an, als ob es der perfekte Zeitpunkt wäre. Alles lief rund und hat ganz organisch Form angenommen. Das Feed­back ist sehr positiv.

An welches Weihnachtsgeschenk aus Ihrer Kindheit erinnern Sie sich besonders gerne?

Ich stamme aus den 1980ern. BMX-Velos waren damals angesagt. Ich schaffte es ein paar Mal, zu Weihnachten ein neues Velo zu bekommen und hatte dann wieder ein ganzes Jahr Spass daran.

Wie hat man damals in Ihrer Familie Weihnachten gefeiert?

Meine Mutter arbeitete sehr hart, damit wir es einmal besser haben. Auch wollte sie uns bleibende Erinnerungen an diesen Tag bescheren. Sie hat einen tollen Job gemacht. Weihnachten war bei uns immer sehr speziell.

Wie darf man sich das vorstellen?

Damit meine ich die Weihnachtsdekoration, Weihnachtsbäume, Geschenke, Verwandtschaft und Alkohol – allerdings nicht für mich! Zumindest nicht in den ersten 13 Jahren … (Lacht.)

Praktizieren Sie Traditionen von damals nun mit Ihrer eigenen Familie in Kalifornien?

Nein, aber ich habe eine erfunden: «Spalte das Brot!» Ich habe meinen amerikanischen Verwandten und Freunden weisgemacht, es würde sich dabei um eine englische Tradition handeln. Jemand muss das Baguette halten und du zerteilst es mit einem Handkantenschlag. Die haben das wirklich geglaubt!

Wollen Sie mit dem Lied «Let’s Not Go Shopping» ausdrücken, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als teure Geschenke?

Nicht wirklich. Es ist kein Statement! Es ist nur ein Song …

Welches Weihnachtslied, das Sie neu aufgenommen haben, ist mit einer besonderen Erinnerung verbunden?

Jedes von ihnen ist eine Reise in die Vergangenheit! Sie alle nehmen im Gedächtnis eines Menschen eine besondere Stellung ein. Mein Favorit ist «Fairytales», das ich mit Rod Stewart singe.

«Ich liebe meine Schneeflocken zu Hause.»

Robbie Williams (45)

Wie emotional war es für Sie, «It’s A Wonderful Life» im Duett mit Ihrem Vater Peter Conway zu singen?

Ich habe mich wohlgefühlt und es war etwas ganz Besonderes. Ich liebe es, mit ihm zu arbeiten, in seiner Gesellschaft zu sein und mit ihm zu scherzen.

War es eine besondere musikalische Herausforderung?

Nein, mein Vater ist sehr charismatisch und charmant. Er hat eine tolle Stimme, auch für eine Studioaufnahme. Deshalb hat es grossen Spass gemacht!

Zu den Highlights zählen die beiden Duette mit Jazzsänger Jamie Cullum und Bryan Adams. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Ich kam auf die Idee, als wir uns begegneten. Ich fragte die beiden an, weil ich sie mag, respektiere und für hochtalentiert halte. Bryan und ich waren am gleichen Ort in den Ferien. Ich habe dort ein wenig Zeit mit ihm verbracht. Von Jamie bin ich ein grosser Fan, weil er die Musik macht, die ich liebte, als ich aufwuchs.

Was würde Ihre Frau Ayda sagen, wenn Helene Fischer nach dem Duett mit Ihnen als «Santa Baby» – so heisst der Song – durch den Kamin käme?

Keine Frage, dass Helene das schaffen könnte, denn sie ist sehr schlank und zierlich. Meine Frau fände einen solchen Besuch bestimmt amüsant! (Lacht.)

Wie sehr lieben Sie die Schneeflocken, über die Sie singen?

Ich liebe sie sehr! Meine Schneeflocken zu Hause und diejenigen draussen.

Wie oft sind Sie in der Schweiz, um Ski zu fahren?

Ich habe das schon eine Weile nicht mehr gemacht, aber ich hätte wieder mal Lust darauf. Ayda ist bisher nur in Amerika Ski gelaufen und ich würde ihr gerne mal die europäischen Skigebiete zeigen, von denen ich ihr vorgeschwärmt habe. Besonders Zermatt, da war ich schon öfter.

Was wäre Ihr Wunsch, wenn Ihnen der Weihnachtsmann jeden Wunsch erfüllen könnte?

Natürlich wäre der Weltfrieden toll! Falls es damit nicht klappt, wäre ich jedoch auch mit einem Nummer-eins-Weihnachtsalbum zufrieden.

Sie singen auch mit dem Schwergewichts-Boxer Tyson Fury. Haben Sie ihn ins Boot geholt, um mit ihm für einen Boxkampf gegen Liam Gallagher zu trainieren? Sie haben den Oasis-Sänger ja zu einem Fight herausgefordert.

Nein, aber ich bin sicher, er würde mir helfen. Leider hat Liam Gallagher mir noch nicht geantwortet. Ich nehme an, dass er Angst vor mir hat.

Wer hat mehr Talent – Sie als Boxer oder Tyson Fury als Sänger?

Er singt klar besser, als ich boxen kann!

Was für Pläne haben Sie für 2020?

Ich werde mir zuerst Zeit für meine Familie nehmen, dann wieder Konzerte in Las Vegas geben und an Festivals auftreten. Ansonsten weiss ich es noch nicht. Es ergeben sich dauernd neue Sachen.

Robbie Williams, wir danken Ihnen für dieses Gespräch

VOM BAD BOY ZUM SUPERSTAR

Scherzkeks im Weihnachtsmodus

Robbie Williams wurde am 13. Februar 1974 in England geboren. 1989 wurde er als Ersatzmitglied für Take That gecastet. Als er die Boygroup 1995 nach seinen diversen Exzessen verlassen musste, brach für viele Fans eine Welt zusammen. Danach startete der «Bad Boy» eine glanzvolle Solokarriere mit 80 Millionen verkauften Tonträgern und Hits wie «Millenium», «Angels», «Rock DJ» und «Love My Life». Das neue Album «The Christmas Present» (Sony Music) besteht aus den CDs «Christmas Past» und «Christmas Future», die Coverversionen bzw. Eigenkompositionen umfassen und trotzdem ein kunterbuntes Ganzes aus beschwingten und romantischen Pop- und Jazzsongs ergeben. Williams lebt mit seiner Frau, der Schauspielerin Ayda Field (40), und den drei Kindern Theodora Rose (7), Charlton Valentine (5) und Colette Josephine (1) in London und Los Angeles.