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Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich Silvia Jost?

Mit der TV-Serie «Motel» wurde sie 1984 zum nationalen Star – auf der Bühne steht sie noch immer. 

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Keystone, ZVG
16. September 2019

 

Sie findet die Frage ein wenig komisch. «Was ich eigentlich mache?», wiederholt Silvia Jost und antwortet mit dezenter Belustigung: «Ich war und bin seit über 50 Jahren beim Theater, Film und im Radio tätig.» Eine wunderbare Arbeit sei das, sagt die 74-Jährige: «Ich werde diesem Beruf so lange treu bleiben, wie ich kann».

1984 war es, als sich Silvia Jost an der Seite von Jörg Schneider (1935–2015) und Dani Levy (61) auf dem Bildschirm in die Herzen des Fernsehpublikums spielte. In der 40 Folgen umfassenden TV-Serie «Motel» des Schweizer Fernsehens DRS verkörperte die Bernerin die Gouvernante Erika Brunner.

Eine Bettszene inklusive Busenblitzer (ein riesiger Aufreger in den prüden 80er-Jahren) machte die damals 39-jährige Silvia Jost über Nacht zum nationalen TV-Star. «Ich habe das zu diesem Zeitpunkt gar nicht so wahrgenommen», erinnert sie sich. Das Ganze sei von den Medien aufgebauscht worden.

Erfolgsduo: Silvia Jost und Jörg Schneider in der TV-Serie «Motel». Der Schauspielerei ist die Bernerin treu geblieben.

Heute steht Silvia Jost vor allem noch auf der Theaterbühne. Wenn sich die Gelegenheit ergibt auch im Familienverbund; etwa 2013 beim Stück «Der ferne Planet» mit Ehemann Andreas Berger (60) und Tochter Mirjam Berger (29).

Neben der Liebe für die Schauspielerei hat Neo-Grossmutter Jost (im vergangenen März kam ihr erster Enkel zur Welt) noch eine andere Leidenschaft. «Seit Jahren schon arbeite ich als Sprecherin bei der Schweizerischen Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte.» Dazu liest sie in diesem Herbst zusammen mit ihrem Mann literarische Werke live auf der Bühne (siehe: jostundberger.ch). Schön sei das, schwärmt Silvia Jost. «Lesungen sind für mich so etwas wie Reisen in ferne Länder.»