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Was macht eigentlich? 

Was macht eigentlich Albert Zweifel?

Albert Zweifel dominierte den Querfeldeinsport – mit 69 fährt er noch immer bis zu 13 000 Kilometer im Jahr.

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Keystone, ZVG
07. Januar 2019

 Noch immer ist Albert Zweifel täglich mit dem Velo unterwegs.

«In der nächsten Zeit bin ich zu Hause, aber auch auf dem Rad unterwegs. Ab 16.00 Uhr sollte ich erreichbar sein», antwortet Albert Zweifel auf unsere Mail-Anfrage. Zwischen 12 000 und 13 000 Kilometer spult der fünfmalige Querfeldein-Weltmeister (1976 bis 1979 und 1986) auch heute noch auf seinem liebsten Fortbewegungsmittel ab. Und das mit 69 Jahren. «Ansonsten kümmere ich mich jetzt vermehrt um Haus und Garten», sagt der Pensionär.

Nach seiner Aktivkarriere, in der er zehn WM-Medaillen und über 300 Siege einfuhr, zog es den Zürcher Oberländer in den Süden. Fast dreissig Jahre lang organisierte Zweifel zusammen mit Radsport-Kollege Max Hürzeler (64) Veloferien auf der Balearen-Insel Mallorca. 2014 war damit aber Schluss und Zweifel kehrte in die Schweiz zurück. Nicht ganz freiwillig, wie er sagt: «Das Hotel, in dem wir unser Büro und die Werkstatt hatten, ging pleite und wurde abgerissen.» Zwar hätte Zweifel sich irgendwo auf der Insel etwas Neues aufbauen können, «doch dafür habe ich mich dann doch zu alt gefühlt», sagt die Radsportlegende, die nicht nur im Dreck brillierte, sondern auch auf der Strasse Achtungserfolge einfuhr. 

16 Mal nahm Albert Zweifel an  der Tour de Suisse teil (Rekord) und fuhr Klassiker wie den Giro d’Italia oder die Tour de France zu Ende. Unvergessen sein Unfall bei der Schweizermeisterschaft 1976 auf der Furka-Abfahrt. Nach einem Sturz fuhr er die letzten 40 Kilometer bis ins Ziel mit blutüberströmtem Kopf. Die Diagnose im Spital: komplizierter Schädelbruch. Bis heute kann sich Zweifel weder an den Sturz noch an die Zieleinfahrt erinnern.

Bei seinem letzten WM-Titel 1986 enteilt er der Konkurrenz auch zu Fuss.