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Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich Dani Beck?

Beim Ex-«Weekend Music»-Moderator dreht sich heute alles um den Sound des Lebens.

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SF DRS, zvg
10. Juni 2019

Dani Beck heute.

Noch immer kommt es vor, dass Menschen Dani Beck (54) auf «Weekend Music», später «Music Night» – im Schweizer Fernsehen ansprechen. Obwohl die vor zehn Jahren auslief. Sie war halt Kult unter den Rockfans. Beck hatte Narrenfreiheit und war kreativ. «Wir boten einen guten Mix», sagt er, «mit etablierten Gästen und gleichzeitig mit Bands, die noch niemand kannte.» Highlights waren die Studiobesuche von Alice Cooper und von «Queen»-Gitarrist Brian May.

Nach dem Aus der Sendung arbeitete der Zürcher – Sohn der Radiolegende Ueli Beck (1930–2010) – als Musikredaktor, bis seine Stelle aus Spargründen weggestrichen wurde. Es folgte eine Zeit, «die nicht lustig war». Beck musste aufs RAV und sich für Jobs bewerben, die nicht zu ihm passten. Doch manchmal spielt der Zufall Schicksal. Just damals fragte ihn Barbesitzer Ruedi Hofmann, ob er nicht den «Cactus» übernehmen wolle; nach 25 Jahren fühlte er sich ausgebrannt.

Beck zögerte erst («Ich hatte ja null Erfahrung auf diesem Gebiet»), sagte aber doch zu. Mit zwei Partnern machte er den «Cactus» zum «Kater», in der Rock in all seinen Facetten gespielt wird – von den 70er-Jahren bis zur Gegenwart. Das kommt an, besonders am Wochenende ist die Bar gut besucht; zwischendurch gibts auch Live-Konzerte sowie Fussballabende – die zweite grosse Leidenschaft des FCZ-Saisonkarten-Besitzers neben der Musik. «Der Job macht Spass, ist aber auch intensiv» – mit viel Administrativem tagsüber und langen Nächten. Einmal im Jahr gönnt er sich eine Auszeit: Beck nimmt dann an der Monsters of Rock Cruise teil, an der 40 Bands auf hoher See spielen. «Mit einem Drink in der Hand an der Reling stehen und sich ein Konzert anschauen – was gibts Schöneres?» Nichts.

Dani Beck in seinem leicht chaotischen TV-Studio um die Jahrhundertwende.