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Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich Hanna Scheuring?

Mit der Rolle des Vreni in «Fascht e Familie» gelang ihr der Durchbruch – Segen oder Fluch?

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Regula Müedespacher, SF DRS/Lukas Unseld
15. April 2019

S’Vreni

Die Rolle des «Vreni» in der erfolgreichen SF-Sitcom «Fascht e Familie» (1994 bis 1999) machte Hanna Scheuring (53) Mitte der Neunzigerjahre quasi über Nacht zum TV-Star. «Das war schon sehr überraschend», erinnert sie sich. Darauf könne man sich gar nicht vorbereiten. «Plötzlich flimmert das eigene Gesicht über die Bildschirme nahezu aller Schweizer Haushalte.» Die Sendung lockte jeweils bis zu einer Million Zuschauer vor den Fernseher. 

Es verwundert also nicht, dass Hanna Scheuring noch heute auf der Strasse öfters ein «Hoi Vreni» zu hören bekommt. Der Zürcherin ist bewusst: «Diese Rolle wird mich bis ins Alter begleiten.» Einerseits sei dies ein Segen, andererseits ein Fluch. So rücken ob der Dominanz dieser Figur ihre Auftritte in weiteren namhaften Produktionen wie «Lüthi und Blanc», «Der Keiler» oder in ihrem ersten eigenen Stück «Love Marilyn» in den Hintergrund. Heute steht Hanna Scheuring nicht mehr ganz so oft vor der Kamera oder auf der Bühne. 

Seit Oktober 2014 ist sie Leiterin des Bernhard-Theaters in Zürich und ist dort für die künstlerische und betriebliche Leitung verantwortlich. «Da bleibt natürlich nicht mehr so viel Zeit, um selber auf der Bühne zu stehen», erklärt sie. Hin und wieder ziehe es sie aber dennoch zurück, wie zum Beispiel im letzten Herbst für das Stück «8 Frauen». 

Obwohl sie schon als Kind fürs Leben gern «theäterlet» habe, war es für Hanna Scheuring nicht von jeher klar, dass sie Schauspielerin werden wollte. «Als Kind sah ich mich eher als Polizistin oder Anwältin». Zum Glück für die Vreni-Fans hat das nicht geklappt.