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Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich Hannes Hug?

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Thomas Renggli, SF DRS
14. Oktober 2019
Heute bezeichnet sich Hannes Hug als Medien-schaffender.

Heute bezeichnet sich Hannes Hug als Medien-schaffender.

Schnell, pointiert, geistreich. Der Mann, der in den 1990er-Jahren mit Sendungen wie «Barock», «Dynamix» oder «Zebra» im Schweizer Fernsehen die Jugendkultur etablierte, ist auch fast drei Jahrzehnte später noch mit dem Enthusiasmus eines 25-Jährigen unterwegs.

«Ich bin quasi im Fernsehen erwachsen geworden», sagt Hug über seine TV-Anfänge. Dabei habe er seine Anstellung dem Zufall und seiner Frechheit zu verdanken gehabt. In Bern führte er einen Plattenladen – und zählte den Moderator Frank Senn zu seinen Kunden: «Ich sagte ihm einmal: Was du machst, könnte ich besser.»

Als Senn sein Sendeformat aufgab, klopfte Hug in Leutschenbach an und wurde prompt unter Vertrag genommen. Das war zu einer Zeit, als sich die Jugend wandelte: Aus der No-Future-Generation habe sich sozusagen ein hedonistischer Lifestyle entwickelt, erinnert sich Hug. «Wir durften sperrig und angriffig sein – vermutlich auch, weil wir von den Chefs nicht ganz ernst genommen wurden.»

Viele träumen von der ewigen Jugend. Hug aber wollte sich von diesem Klischee lösen – und beendete seine erste Zeit als Moderator freiwillig: «Eine schmerzhafte Erfahrung. Der Scheinwerfer-Entzug machte mir zu schaffen.»

Hug überstand es. Immer wieder erfand er sich neu: als Moderator bei Cash-TV oder als Mann für Sondergefässe beim SRF. Heute bezeichnet er sich als «Medienschaffender». Auf SRF3 moderiert er die Sendung «Focus», auf dem zweiten Kanal bespielt er das Satire-Format «Das letzte Wort». Und wer ihm gegenübersitzt, ist sich fast sicher: Das Geheimnis der ewigen Jugend kennt Hannes Hug eben doch ganz genau.

In den 1990er-Jahren etablierte er im Schweizer Fernsehen die Jugendkultur.