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Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich Mascha Santschi?

Einst galt sie als zweitschönste Frau der Schweiz, jetzt überwacht sie Radio und Fernsehen.

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Mathias Hael, Keystone
01. Juli 2019

Doris Leuthard machte 2018 kurz vor Ende ihrer Karriere als Bundesrätin einen Glücksgriff: Die Medienministerin schlug Mascha Santschi (38) als Präsidentin der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) vor. Leuthard hatte gute Gründe, denn Santschi legte eine Bilderbuchkarriere in den Medien hin.

Die Bernerin moderierte parallel zum Rechtsstudium bei der Patricia-Boser-Sendung «Lifestyle» eine eigene Rubrik, war beim Berner Oberländer Radio BeO am Mikrofon. Sie stieg als Gerichtsschreiberin beim Luzerner Obergericht ein, wurde dort «Informationsbeauftragte». Anwaltsprüfung und Doktorarbeit folgten. «Es war eine spannende Zeit. Dann – 2011 und 2013 – kamen unsere Mädchen zur Welt.» Heute lebt die Wahlluzernerin mit ihrer Familie am Vierwaldstättersee.

Als 19-Jährige nahm Mascha Santschi an den Miss-Wahlen teil – und musste im Jahr 2000 Mahara McKay den Vortritt lassen. Rückblickend ist sie aber froh um Platz 2: «Denn so war ich nicht fremdbestimmt. Ich konnte meine Ausbildung weiterverfolgen.»

Bei ihrer Arbeit in der UBI findet sie spannend, was das Publikum beschäftigt oder an Sendungen stört. Dann fightet sie bei den öffentlichen Beratungen, wenn die neun UBI-Mitglieder über Sendungen diskutieren, bei denen Zuschauer monieren, dass sie Fake News darstellten, den Jugendschutz verletzten oder die Meinungsbildung des Publikums vor Abstimmungen manipulierten.

Mascha Santschi sagt: «Ich liebe das Ringen um einen Konsens!» Das sympathische Lachen beim juristischen Wettkampf ist ihr aus der Missenzeit geblieben.hae

2000 posierte Mascha Santschi (kl. Foto, l.) als Vize-«Miss Schweiz» vor der TV-Kamera, heute ist sie hinter den Fernsehkulissen tätig.