Was macht eigentlich Pius Fischbach? | Coopzeitung
X

Beliebte Themen

Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich Pius Fischbach?

Er war der Handwerker im FCZ-Meisterensemble der 1970er-Jahre – heute ist er erfolgreicher Kunsthändler.

FOTOS
zvg
23. September 2019
Als linker Aussenverteidiger stand Pius Fischbach für fussballerisches Handwerk (kl. Bild). Die Kunst gibts heute in seiner Galerie.

Als linker Aussenverteidiger stand Pius Fischbach für fussballerisches Handwerk (kl. Bild). Die Kunst gibts heute in seiner Galerie.

Pius Fischbach ist ein Mann mit Schollenverbundenheit: «In Villmergen bin ich aufgewachsen, hier bin ich geblieben – hier gehe ich nicht mehr weg», sagt er. Er hätte sich allerhöchstens einen Umzug nach Lenzburg vorstellen können: «Ich bin ein stolzer Aargauer».

Es ist nur die halbe Wahrheit, die der 71-Jährige preisgibt. Denn als Fussballer erlebte Fischbach seine besten Zeiten ausserhalb der aargauer Kantonsgrenzen. Er war Nationalspieler, gewann mit dem FC Zürich 1976 das Double und stiess 1977 bis in den Meistercup-Halbfinal gegen Liverpool vor: «Es war vermutlich eine der besten Mannschaften der Clubgschichte», sagt er.

Als linker Aussenverteidiger stand Pius Fischbach für fussballerisches Handwerk. Und weil er mit seinen langen Beinen und der aufgeschossenen Gestalt gelegentlich etwas ungelenk wirkte, erhielt er den Spitznamen «Storch».

Es war eine andere Epoche im Fussball. In Winterthur fuhren die Journalisten im Mannschaftsbus mit zu den Auswärtsspielen. Fischbach, der gelernte Rahmenvergolder, ging selbst dann morgens um sieben Uhr zur Arbeit, wenn er abends zuvor gespielt hatte. Fischbach ist seinem gelernten Beruf treu geblieben. In Bremgarten führt er die Galerie «Am Bogen».

Dem Sport ist Pius Fischbach weiter verbunden. Wenn sich die ehemaligen FCZ-Grössen treffen, fehlt er selten. Auf die Frage, welches der beste Fussballer war, mit dem er je spielen durfte, kommt die Antwort sofort: «Jure Jerkovic.» Was der im vergangenen Juni verstorbene Kroate auf dem Platz aufführte, sei echte Kunst gewesen. Fast wie die Kunst, die Pius Fischbach heute verkauft.

Als linker Aussenverteidiger stand Pius Fischbach für fussballerisches Handwerk.