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Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich Ruth Metzler-Arnold?

Mit 34 schon Bundesrätin, kümmert sie sich heute um Schweizer Gardisten.

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Keystone
28. April 2019

Ruth Metzler heute als viel gefragte Business-Frau.

Vor etwas mehr als 20 Jahren war es, als am 11. März 1999 die Vereinigte Bundesversammlung Ruth Metzler-Arnold zur jüngsten Bundesrätin der Schweizer Geschichte wählte. Mit gerade mal 34 Jahren übernahm sie dabei das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement und kümmerte sich sogleich um mehrere heikle Dossiers. Allen voran jenes, das sich mit der Flüchtlingswelle nach dem Kosovokrieg beschäftigte. 

Wie viele ihrer Bundesratskollegen wagte die Luzernerin nach ihrer Amtszeit den Schritt in die Privatwirtschaft. Sie übernahm einen Lehrauftrag an der Universität St. Gallen und leitete die Rechtsabteilung von Novartis Frankreich in Paris sowie den Bereich Investor Relations am Novartis-Hauptsitz in Basel. Heute beschäftigt sich die 54-Jährige vor allem mit Mandaten in diversen Verwaltungsräten. Ins Schwärmen kommt Ruth Metzler-Arnold, wenn sie von ihrer neuesten Tätigkeit erzählt: «Seit einem halben Jahr präsidiere ich die Stiftung der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan.» Diese setzt sich für das Weiterbestehen der Schweizergarde im Vatikan ein. Es gehe darum, die Schweizergarde und deren Gardisten finanziell, materiell und sozial zu unterstützen. Dazu gehöre auch viel Öffentlichkeitsarbeit, um die Rekrutierung von neuen Gardisten zu unterstützen. «Die Garde wird nicht von Anfragen überhäuft.»

Wichtig ist ihr auch das Präsidium bei Switzerland Global Enterprise. «Das ist eine private Organisation, die im Auftrag des Bundes Exportunterstützung für Schweizer KMUs bietet und im Ausland Informationen über unseren Wirtschaftsstandort verbreitet.» Das Wohl der Schweiz liege ihr eben noch immer sehr am Herzen.

 Ruth Metzler-Arnold 1999 bei ihrer Vereidigung als Bundesrätin.