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Was macht eigentlich?

Was macht eigentlich Sepp Trütsch?

Der Jodler und Ex-TV-Moderator Sepp Trütsch bestimmt heute selber, «was er wann machen will.»

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Keystone, ZVG
22. Juli 2019

 

Jahrzehntelang durfte Sepp Trütsch (70) das tun, was ihm Spass machte. Zuerst liess sich der Schwyzer zum Drogisten ausbilden, was er «wahnsinnig spannend» fand, weil man die Medikamente noch selber herstellte. Er arbeitete als Ärzteberater, war Geschäftsführer bei Jelmoli-Reisen. 1979 stieg der Starjodler (bis heute 18 Alben) beim Schweizer Fernsehen ein – der Beginn einer steilen Karriere. Er war der Spezialist für das Volkstümliche – und moderierte Sendungen wie den «Musig-Plausch», «Fyrabig» und mit Karl Moik (1938–2015) die Quoten-Hits «Grand Prix der Volksmusik» und «Musikantenstadl».

Noch heute erhält er Mails und Briefe von Zuschauern, die sich mit dem «Ländler-Papst», wie er genannt wurde, über die alten Fernsehzeiten austauschen wollen. Und darin oft ihre Enttäuschung darüber ausdrücken, dass es heute auf SRF kaum mehr vergleichbare Sendungen gebe. Trütsch: «Da ist ein Vakuum entstanden.»

Sepp Trütsch 1992 als Moderator des Grand Prix der Volksmusik.

2002 wurde seine TV-Karriere abrupt beendet, der Terminkalender von Trütsch aber füllte sich bald schon wieder. Der zweifache Vater gab Bücher heraus, organisierte musikalische Kreuzfahrten, gründete eine Eventfirma, wurde Restaurantbesitzer: «Es war fast immer alles verplant.» Mittlerweile tritt er kürzer, «zumindest ein bisschen», aber immerhin so viel, dass er die neuen Freiheiten voll geniessen kann: «Durch all die Termine war ich oft fremdbestimmt, das gibt es nicht mehr.» Gesundheitlich geht es ihm heute gut; vor ein paar Jahren musste bei ihm ein Darmtumor entfernt werden.

Anfang August feiert Sepp Trütsch mit seiner Frau Ida (70) die Goldene Hochzeit. Das erste Mal begegnet sind sie sich als Primarschüler. «Bis wir aber richtig zusammen waren, vergingen schon noch ein paar Jahre.»aws