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Der Garten ist ihr Luxus

Wie viel wir aus einem Garten lernen können, habe ich erst festgestellt, als ich Mutter wurde, sagt die Biologin Cinzia Pradella. Sie liebt es, mit ihren Kindern Martina und Elia zu gärtnern und die Natur zu erkunden.

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Massimo Pedrazzini
01. April 2017

Cinzia Pradella mit Sohn Elia und Tochter Martina in ihrem Garten mitten in Locarno.


Entdeckungen

Von der Natur lernen können sowohl ganz Kleine als auch Erwachsene, sagt Cinzia Pradella, die für Projekte wie Garten in der Schule oder Schule im Wald als Umwelterzieherin tätig ist. Kinder nehmen Dinge wahr, die für uns selbstverständlich sind. Sie stellen Fragen und helfen uns, das Mikrouniversum unseres Gartens wiederzuentdecken.

Die in Locarno lebende 41-Jährige ist dankbar, dass zu ihrer Wohnung ein Garten gehört: Wenn man im Stadtzentrum wohnt, ist das ein Luxus. Ihr Garten ist eine grüne Oase, die gepflegt, jedoch grösstenteils der eigenen Entwicklung überlassen wird. Ein Ort, an dem Mutter Natur ihre Arbeit ungestört verrichten kann und wo Martina (13) und Elia (12) Obst ernten können. Die Ältere freut sich besonders darauf, sie nascht gerne Aprikosen und Kiwis. Und geniesst die dann im Liegestuhl. Ihre Leidenschaft für die Gartenpflege hat Cinzia vor allem an Elia vererbt, der stolz auf das selber gezüchtete Gemüse ist: Besonders gut gelingt es, wenn man sich wirklich darum kümmert.
Diese Ansicht teilt er mit Cinzia, die sich ein Leben ohne Garten nicht mehr vorstellen kann: Ich brauche den Kontakt mit der Erde und der Natur. Was verrät besser, dass sich die Jahreszeit ändert, als knospende Zweige? Es sind solch leise Zeichen, die mir Freude bereiten. In Cinzias Garten wachsen Ringelblumen, Veilchen, Kresse, Melisse, Salbei und Thymian.

Vergangenes Jahr entdeckte sie auch Borretsch, ein Gewürzkraut, das Bienen und Hummeln besonders mögen. Vielleicht spriesst er ja auch dieses Jahr wieder, hofft Cinzia.