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Laufende Müllschlucker

Ein neuer Fitnesstrend schwappt von Schweden über Deutschland in die Schweiz und damit auch die entsprechende Bezeichnung: Plogging.

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Imago Stock & People
05. März 2018

Wenn Müll zum Fitnessgerät wird, nennt sich das Plogging. Hier eine Aktion in Köln und demnächst in Zürich.


Sie setzt sich zusammen aus plocka (schwedisch für pflücken, zupfen) und jogging. Plogger laufen durch Städte, Pärke und Wälder, sammeln Müll und transportieren ihn im mitgeführten Kehrichtsack nach Hause, wo sie ihn dann ordentlich entsorgen. Eine durchaus sinnvolle Angelegenheit also. Aus Sicht der Umwelt sowieso, aber auch fitnessmässig: Spielerisch betreiben die Ploggerinnen und Plogger so ein Intervalltraining, unterbrochen von gelegentlichen Knie- und Rumpfbeugen.

Im Plogging-Mutterland Schweden gingen bis heute rund hundert Veranstaltungen über den Asphalt und das Kopfsteinpflaster der Innenstädte. Auf dem Weg in die Schweiz infizierte Plogging auch die Stadt Köln. Dort betätigten sich vor Wochenfrist mehrere Dutzend Fitnessfreaks als lebendige Müllschlucker und sammelten auf ihrem Lauf durch die Stadt über 2000 Liter Kehricht ein. Der Startschuss zu Plogging Switzerland ist für Frühling geplant. Angedacht sei ein Lauf vom Hottingerplatz in Zürich bis zur Schmiede Wiedikon, sagt Initiant Thomas F. Peyer (52).