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Essen wie im Puppenhaus

07. Oktober 2019

Hier hat das Haar in der Suppe keinen Platz. Denn dafür sind diese Gerichte nicht gross genug. Winzige Pommes frites oder Ravioli, die bequem auf eine Fingerkuppe passen, das alles ist für den kanadischen Künstler Tom Brown (28) aber nicht zu klein. Er macht keine Nachbildungen aus Plastik. Was er an Winzigem zubereitet, kann man essen. Dafür hat er sich eine Küche im Mini-Format gebaut und dazu 300 Utensilien plus Geschirr. Damit setzt sich Tom Brown auf die Strasse, kocht, und die Passanten dürfen kosten. Eine schmackhafte Kunstaktion, die er «Feeding the Masses», also die «Verpflegung der Massen», nennt. 

Dieser Mini-Koch-Trend stammt aus Japan und hat inzwischen fast die ganze Welt erobert. Die Ungarin Jennifer Melanie Ziemons (31) beispielsweise kreiert auf Youtube Torten in Puppenhausgrösse. Solche Videos sind ein Renner. Was als Spass begann, generiert inzwischen Millionen Zugriffe. Manche Kanäle erreichen gar Hunderte Millionen von Klicks. Tom Brown organisiert auch Dinnerpartys mit winzigen Portionen. Perfekt für eine Diät! Damit der Genuss nicht allzu schnell vorbei ist, sollten die Häppchen möglichst lange und gründlich gekaut werden.