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Reportage

Sprichst du Fashion?

Die Modewelt hat ihre eigene Sprache mit vielen englischen Begriffen, die nicht einfach zu verstehen sind. Eine kleine Übersetzungshilfe.

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20. Mai 2019

Wer eine Karriere als Model anstrebt, sollte sich in der Mode auskennen. Laufsteg-Aspirantinnen outen sich aber immer wieder mal als unwissend, so auch einige von «Germany’s next Topmodel» (GNTM). Beim Begriff «Haute Couture» beispielsweise kräuselt sich nicht selten die glatte Stirn der Beautys. Was damit wohl gemeint ist? Eine ehemalige GNTM-Kandidatin meinte dazu: «Vielleicht Sachen, die es auch im Secondhand-Laden gibt?». Sehr weit gefehlt: Haute Couture könnte man als «gehobene Schneiderkunst» übersetzen. Es sind in Handarbeit massgeschneiderte Modekreationen renommierter Modehäuser, die heute kaum noch getragen werden, aber gute Werbung für die Modehäuser sind und nicht zuletzt der Modeindustrie als Inspirationsquelle dienen.

Wie den jungen Models, so ergeht es uns beim Blättern der Hochglanzmagazine, in denen die neueste Mode präsentiert wird. Der Fashion-Jargon mit immer neuen Wortkreationen ist nicht selbstverständlich zu verstehen. Da ist die Rede von «Flats» (flache Schuhe), von «Tote Bag» (Tasche mit kurzem Henkel) oder von «Shiftrock» (Bleistiftrock). In diesem Modeglossar werden darum einige Begriffe entschlüsselt.

Capsule Collection

Eine einmalig gefertigte, limitierte Kollektion eines Labels (manchmal nur für wenige Tage erhältlich). Die Sonderedition entsteht häufig im Zuge einer Kooperation, etwa mit einem Star wie US-Sänger Pharrell Williams (46), und ist oft die meistverkaufte Kollektion einer Marke.

 

D'Orsay- Schuhe

So werden Modelle genannt, die ein weit ausgeschnittenes Mittelteil haben und daher besonders viel Fuss zeigen. Namensgeber ist der französische Graf, Dandy und Künstler Alfred d’Orsay (1801–1852).

 

Utility-Fashion

«Utility» steht im Englischen für Nützlichkeit. Es ist Mode mit Workwear- Einfluss (Arbeitskleidung ähnlich). Aufgesetzte Taschen bei Hosen etwa sind ein Merkmal. Um dem maskulinen Utility- Look einen soften Touch zu verpassen, zarte Blusen oder filigrane Schuhe dazu kombinieren.

 

Paperbag

Bei dieser hochgeschnittenen Hose mit Bindegürtel ist die Taille im Fokus, die durch den gebundenen Gürtel betont wird. So zusammengeschnürt, erinnert die Hose an eine Papiertüte (Paperbag).

 

Slit Pants

Es ist zwar nur ein Detail, aber der Schlitz (engl. slit) in der Hose sorgt für einen Wow-Effekt und macht aus einer normalen Jeans oder Stoffhose ein Hingucker-Teil. Der geschlitzte Beinabschluss kann sich vorne wie auch seitlich befinden und zaubert eine leicht ausgestellte Silhouette.

 

Sock Boots

Damit sind Socken-Stiefel gemeint, also Stiefeletten mit engem Schaft, der über die Knöchel reicht. Dieser liegt so eng an wie Socken, daher der Name. Styling-Tipp: Sock Boots herzeigen und nicht unter der Hose verstecken.

 

OOTD

Diese Abkürzung ist einer der wichtigsten Hashtags # bei Instagram, aber auch auf Modeblogs begegnet uns der Begriff «Outfit of the Day» häufig. Er bezeichnet die Kleiderkombination, also das Outfit, des Tages.

 

Ugly Sneaker

Nein, schön sehen sie echt nicht aus, aber sie fallen auf: Ugly- (dt. hässlich) Sportschuhe zeichnen sich durch die klobige Form, eine markante Sohle und manchmal ungewohnte Farbkombinationen aus. Getragen werden sie oft als Stilbruch zu femininen Kleidern.

 

Combat Boots

Die Combat Boots (dt. Kampfstiefel) mit Schnürung und robuster Sohle haben vor geraumer Zeit ihren modischen Siegeszug angetreten. Wegen des derben Looks gilt, die Stiefel stilbruchmässig mit zarten Kleidern und Blusen zu kombinieren.

 

Easy Kick

Der Begriff «Easy Kick» bezeichnet schmale Hosen mit einem leicht ausgestellten, verkürzten Schlag. Die knöchelfreie Hose passt gut zu Sandaletten, sehr schön auch mit Absatz.

 

Cropped Jeans

«Cropped» heisst so viel wie abgeschnitten. Charakteristisch bei diesem Hosenmodell ist, dass die Knöchel frei liegen. Hosen im Cropped-Stil können schmal, aber auch etwas weiter geschnitten sein – das nennt man dann «Cropped Flare Jeans».

 

Cuban Heels

Man kennt den kubanischen Absatz von Cowboy-Stiefeln: Der abgeschrägte, mittelhohe Blockabsatz zeigt sich jetzt aber auch bei anderen Schuhformen.

 

ID-Look

Beim Identitäts-Look ist das Logo einer Marke deutlich zu erkennen, sei dies an Kleidern, Schuhen oder Taschen. Beim Allover-Look trägt man den plakativen Schriftzug gar von Kopf bis Fuss.

 

Galon

Der Galon bezeichnet den oft aus Seide bestehenden und seitlich aufgenähten Zierstreifen bei der Frackhose. Jeans oder Stoffhosen mit Galonstreifen (in diversen Farben) sind jetzt das ultimative Trendteil.

 

Flatforms

Diese Schuhform setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: aus «flat» (flach) und «platform» (Plateau). Es handelt sich dabei also um einen flachen Schuh mit durchgängiger gerader Plateausohle.

Welche Begriffe kennst du noch? Schreib sie uns in die Kommentarspalte!