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Digitale Bilder vergilben nicht? Denkste!

Wer mit Digitalkamera, Smartphone oder Tablet drauflos fotografiert, hat schnell mal mehrere Hundert Aufnahmen zusammen. Fragt sich nur: Wohin mit der Bilderflut?

FOTOS
Heiner H.Schmitt zVg, Grafik: Rich Weber
03. Dezember 2012

Reportage

Die berühmte Schuhschachtel auf dem Dachboden, gefüllt mit den leicht vergilbten Fotos der Grosseltern und Ur-grosseltern, ist heute leider Geschichte. Der Fotofilm und die Papierabzüge wurden ersetzt durch eine Flut von digitalen Daten. Digitale Bilder vergilben nicht ... Denkste! Sie gehen verloren! Denn die Datenträger, auf denen wir unsere Biografie speichern, sind nicht für die Ewigkeit gebaut!

Engagierte Fotoamateure kennen diese Probleme. Nach jedem Shooting stellt sich die Frage: Wohin mit all den vielen Bildern? Der Speicherplatz auf dem Computer ist beschränkt, wird schnell knapp und ist auch nicht wirklich sicher. Wie also kann man auf einfache Art und Weise ein privates Bildarchiv erstellen, die Bilder sicher mit Freunden teilen?
Das Speichern von Bildern in einem Bildarchiv ist nur ein Teil der Schuhschachtel, denn um die elektronischen Bilder schnell wieder zu finden, ist es wichtig, diese richtig anzuschreiben. Ganz wichtig ist dabei die Ordnung und das System, mit denen man arbeitet. Eine entscheidende Rolle spielen auch die Metadaten. Darum: Nehmen Sie sich die Zeit, machen Sie sich mit der Materie vertraut und erschaffen Sie ein System, dass Ihnen entspricht.

Digitale Kamera

Jpeg ist das am weitesten verbreitete Bilddatenformat für Fotos. Wählen Sie dazu möglichst eine verlustfreie Kompression.

Raw: Bilddatenformat, das sehr grosse Dateien erzeugt. Vor der Verwendung müssen diese noch bearbeitet werden. Für Amateure nicht geeignet.

Mobile Geräte

Die mobilen Geräte (Tablets, Smartphones etc.) erzeugen auch Jpeg-Bilddateien, aber meist nur in kleiner Auflösung.

Der Computer

Der erste Schritt nach dem Herunterladen der Bilddaten von Ihrer Kamera auf den Computer ist das Editieren der Bilder!

Editieren

Schauen Sie sich die Fotos genau an und wählen Sie nur die guten und wichtigen Bilder aus!

Bildbearbeitung

Anschliessend können Sie die Bilder falls notwendig in einem Bildbearbeitungsprogramm, zum Beispiel Photoshop, nach eigenen Vorstellungen bearbeiten.

Einfache Archivierung

Die Bilder werden in einem Ordner abgelegt, der mit dem entsprechenden Ereignis beschriftet wird.Dieser wird dann in einem übergeordneten Jahresordner abgelegt.
Beispiel:

  • Hauptordner: Bilder 2012
  • Unterordner: Hochzeit von Vreni

Bei normalem Gebrauch finden Sie so alle Bilder schnell und einfach.

Professionelle Archivierung

Sie benützen eine entsprechende Bildsoftware, zum Beispiel Lightroom 4, und verschlagworten dort Ihre Bilder. Das Programm erstellt automatisch eine Datenbank. So können Sie schnell auf diese zugreifen, auch wenn die Bilddaten auf einer externen Festplatte sind und der Katalog auf dem Computer ist.

Cloud

Eignet sich, um Daten oder Programme auszulagern und so von überall her über das Internet Zugriff auf sie zu haben. Cloud-Computing eignet sich nicht zur Archivierung grosser Bildmengen.

Dropbox

Über diesen Webdienst können Sie Daten auslagern. Es stehen verschiedene Speichergrössen zur Verfügung, von 2 GB (kostenfrei) bis zu 500 GB (kostenpflichtig).

Soziale Website

Flickr und Google Picasa sind die populärsten Webdienste. Hier können Sie Ihre Bilder hochladen, sortieren und Freunden einfach via Netz zur Verfügung stellen. Heikle Punkte: Frage der Privatsphäre, was mit den Daten geschieht und was, wenn es diese Dienste einmal nicht mehr geben sollte. Ähnliches gilt für Facebook und Twitter.

Externe Festplatte

Da Bilder viel Speicher beanspruchen und auf einem Computer nicht wirklich sicher sind, eignen sich externe Festplatten für die Speicherung hervorragend. Ihre Haltbarkeit wird mit bis maximal zehn Jahren angegeben.

Redundanz

Wichtige Bilddaten sollten Sie immer redundant speichern. Das heisst, die Bild- daten werden gleichzeitig auf zwei Festplatten identisch abgespeichert. So kann die zweite Festplatte an einem sicheren Ort aufbewahrt werden.

CDs/DVDs

CDs/DVDs sind als Archive ungeeignet, da die Lesbarkeit der Daten nur für fünf bis zehn Jahre gewährleistet ist.

Drucker

Bilder können Sie auch zu Hause auf einem Drucker ausdrucken. Hinweis: Sind Gerät und Papier nicht für Fotodruck geeignet, können die Bilder mit der Zeit verblassen.

Fotobücher und Fotoprints

Fotobücher sind immer noch ein Klassiker. Sie können sie auf dem Computer einfach und schnell erstellen.

Fotoprints: Wie früher können Sie Bilder auch heute noch auf Fotopapier ausdrucken lassen. Statt aber einen Film per Post ins Labor zu schicken, laden Sie die Daten über die Internetseite des Anbieters hoch, wählen das Format aus und lassen sich die Prints bequem nach Hause liefern

Zum Coop Fotoservice auf der Internetseite von Coop

Digitaler Fotorahmen

Bilder können Sie ganz einfach via Computer auf einen elektronischen Bilderrahmen hochladen.

Tipps

Erhältlich bei Fust Erhältlich bei Interdiscount Erhältlich bei Fust

Der Canon Selphy CP810 White ist ein einfach zu bedienender, portabler und schneller Drucker. Innerhalb weniger als einer Minute druckt er hochwertige Fotoprints (1015 cm) direkt ab Kamera, Speicherkarte oder USB-Stick. Inklusive schwenkbares Display.

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Adobe Photoshop Lightroom 4 ist die Komplettlösung für das einfache wie kreative Bearbeiten von digitalen Bildern. Wichtigste Funktionen: Tiefen und Lichter wiederherstellen, Fotobücher erstellen, Bilder nach Aufnahmeort verwalten, erweiterte Videounterstützung.

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Im Fototipp der Coopzeitung gibt es jeden Monat neue praktische Tipps und Tricks rund um die digitale Fotografie zu entdecken. Diese sind auch im Online-Archiv zu finden und bieten sowohl dem blutigen Anfänger als auch dem engagierten Amateur mit einem Klick Antworten auf die wichtigsten Fragen.

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