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Für die Kommunikation setzt hierzulande die Mehrheit auf eine App Whatsapp. Doch es gibt gute Gründe für einen Wechsel.

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Getty Images, ZVG
26. Juni 2017

Anonym: Nicht alle Messenger-Dienste bieten umfassenden Schutz der Privatsphäre.


Alternative

Ein Smartphone ohne Whatsapp? Für viele ist diese Vorstellung undenkbar. Obwohl immer wieder Sicherheitsbedenken laut wurden, denkt kaum ein Nutzer an einen Wechsel. Der Hauptgrund: Die meisten Freunde und Verwandten benutzen diese App und kommunizieren nur ungern via Mail oder SMS. Dabei hat Whatsapp einige gravierende Nachteile. Und auch wenn die Datenübertragung mittlerweile als theoretisch abhörsicher gilt, sehen viele in der Anbindung an Facebook ein Problem.

Der Messenger ist zudem an die Handynummer gebunden, lässt sich nur auf einem Gerät nutzen und der Chatverlauf ist nur mit Mühe auf ein neues Handy übertragbar. Vor allem, wenn man vom iPhone auf ein Android-Gerät umsteigen möchte. In diesem Fall ist die Migration nur mit erheblichem Aufwand und auf dem Umweg über den Computer möglich.
Ungeachtet dessen hat die Whatsapp-Community nach Angaben des Anbieters über eine Milliarde Mitglieder.

Mehr Privatsphäre

Obwohl es Alternativen gibt, etwa den Schweizer Messenger Threema. Er ist zwar ein wenig komplizierter einzurichten, bietet aber deutlich mehr Privatsphäre. Alle Server stehen laut Auskunft des Anbieters in der Schweiz und unterliegen vergleichsweise strengen Datenschutz-Richtlinien. Zudem sorgt eine sehr starke Verschlüsselung für eine sichere Kommunikation, auf die selbst Behörden nicht zugreifen können. Anders als bei Whatsapp ist die Telefonbuch-Verknüpfung freiwillig. Die Registration via ID statt Handynummer ist ein weiterer Vorteil: Threema funktioniert anonym und lässt sich sogar auf Geräten ohne SIM-Karte verwenden.

Tempo und Komfort

Eine weitere Alternative ist Telegram, das mittlerweile nach Angaben des Anbieters bei über 100 Millionen Nutzern weltweit installiert ist. Die App bietet Sicherheit, Geschwindigkeit und Komfort. So kann sie auch sehr grosse Dateien in den gängigen Formaten versenden. Praktisch: Ihre Telefonnummer wird dem Chatpartner nur dann angezeigt, wenn dieser auch in Ihrem Telefonbuch gespeichert ist. Der Geheim-Chat mit Selbstzerstörungsmechanismus hinterlässt keinerlei Spuren. Normale Kommunikationen sind in der Cloud (also online) gespeichert und daher auf anderen Geräten verfügbar. Punkto Datenschutz setzen die Betreiber des Dienstes auf eine dezentrale Struktur: Telegram ist ein internationales Projekt, die Server sind über verschiedene Länder verteilt. So soll verhindert werden, dass einzelne Regierungen in die Privatsphäre der Nutzer eindringen können.

Fazit: Es gibt bessere Alternativen zu Whatsapp. Sie lassen sich wahlweise auch parallel nutzen, und mit ein bisschen Überzeugungsarbeit folgen Ihnen auch Ihre Freunde zum Dienst Ihrer Wahl!

Automatisierte Antworten

Google bietet einen eigenen Instant-Messenger: Allo. Die Gratis-App (für Android und iOS) ist lernfähig und schlägt eigenständig Antworten auf eingehende Nachrichten vor, wozu sie das Nutzerverhalten auswertet. Im privaten Modus mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung steht diese Funktion allerdings nicht zur Verfügung. Weitere Infos:

App-Tipp

Sauber sortiert

Datenchaos auf dem Smartphone? Eine gute Übersicht bietet File Explorer FX: Die App findet den Speicherort, kopiert oder löscht Dokumente und kann Zip-Dateien entpacken. Die Startseite ist sortiert nach Typen wie Fotos, Videos oder Downloads. Tippen Sie auf das jeweilige Symbol, sehen Sie Infos wie etwa den belegten Speicherplatz. Praktisch: Sie können sich auch die zuletzt benutzten Dateien anzeigen lassen. Mit einem Klick lassen sich diese kopieren, löschen oder teilen.

File Explorer FX, gratis für Android (mit In-App-Käufen), ab 3 Jahren.