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Für Unterwegs und zu Hause

Mit der Switch beginnt für Nintendo eine neue Zeitrechnung: Das modulare Konzept soll die Videospiel-Welt revolutionieren.

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zVg
06. März 2017

Gamekonsole

Wandern und Zelten? O.K., wenn auch die Konsole dabei ist ...

Bislang fuhr Nintendo parallel auf den beiden Schienen Heimkonsole und mobile Gameboys. Nun kombinieren die Japaner erstmals beide Welten in einem Gerät, das sich in drei Spielmodi nutzen lässt. Zu Hause wird die Basisstation der Switch wie eine herkömmliche Konsole am TV-Gerät angeschlossen, gespielt wird mit dem Controller in der Hand. Die Bedienelemente des Controllers lassen sich aber abnehmen und mit dem Bildschirm, der in der Basisstation steckt, zu einer mobilen Spielkonsole für unterwegs kombinieren. Der Akku hält je nach Spiel zwischen 2,5 und 6,5 Stunden. Die dritte Variante ist der Table Mode: Dank ausklappbarem Standfuss ist der Switch-Monitor überall schnell zum Spielen aufgestellt. Via WLAN sind auch Mehrspielerpartien möglich, bei denen bis zu acht Gamer mit ihren Konsolen gegeneinander antreten können.
Der Controller mit den beiden abnehmbaren Bedienelementen Nintendo nennt ihn Joy Con hat unter anderem eine Taste für Screen-shots. Künftig sollen damit auch Videoaufnahmen möglich sein. Die Controller sind sehr funktional, für 88 Franken aber nicht gerade ein Schnäppchen. Die komplette Konsole kostet 350 Franken inklusive einem Joy-Con samt Zubehör, HDMI-Kabel und Netzteil. Als optionales Zubehör gibt es für knapp 80 Franken den Controller Pro Switch mit Bewegungssteuerung und Amiibo-Empfänger für den Austausch der Daten mit den bereits von der Wii U bekannten Nintendo-Figuren.

Zum Launch der Switch stehen den Spielern leider noch nicht viele Games zur Auswahl. Gegen einen kleinen Aufpreis wird die neue Nintendo-Konsole in einem Bundle verkauft, das den Klassiker The Legend of Zelda: Breath of the Wild enthält. Auch Bomberman steht bereits zu Anfang bereit, ebenso das Partyspiel 1, 2, Switch. Ende des Monats kommt mit Lego City: Undercover das erste Spiel eines namhaften Drittherstellers auf den Markt.

Exklusiv-Spiele gefragt

Im April steht dann ein ganz grosser Knaller bevor: Mit dem Fun-Racer Mario Kart 8 Deluxe wird dann ein richtig exklusives Kaufargument in den Regalen stehen. Hinzu kommen Umsetzungen bereits etablierter Spiele von Drittherstellern wie Steep, Just Dance 2017 oder Skylanders Imaginators. Super Mario Odyssey kommt leider erst im November, aber immerhin noch rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft. Zudem wird es im Herbst nach langer Zeit endlich wieder ein FIFA-Game von EA Sports geben.
Fazit: Nach dem Flop mit der Wii U hat Nintendo wieder ein originelles Konzept entwickelt. Doch der Erfolg einer Konsole steht und fällt mit den Games. Und da bleibt nur zu hoffen, dass es für die neue Switch mehr exklusive Spiele geben wird als für den Vorgänger.

App-Tipp

Der kleine Weltempfänger

Musik, News, Comedy und Talks aus aller Welt das bietet diese App. Dazu kann man Sender aus 108 Ländern nach Genre oder Thema aussuchen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Stationen ihr Angebot auch via Internet verbreiten. Die Werbung, die der Benutzer gelegentlich über sich ergehen lassen muss, ist kurz und lässt sich zudem oft überspringen. Wer sich davon nicht nerven lässt, bekommt eine vielseitige Radio-App, die auch einen Sleep-Timer mit an Bord hat. Der Wecker hingegen funktionierte im Test nicht.

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