X

Beliebte Themen

Lifestyle

Lesefutter für den e-Reader

Bei mehr als 300 Schweizer Bibliotheken sind Bücher, Magazine und Zeitungen auch digital erhältlich. Jederzeit, überall und quasi kostenlos.

TEXT
FOTOS
Getty Images, zvg
25. September 2017

Ideal für Leseratten: E-Books gibt es auch in der Leibibliothek.


Onleihe

Es fühlt sich anders an als bei einem Buch, doch das Lesen mit einem E-Reader ist enorm praktisch: Auf einem Reader lassen sich Hunderte elektronischer Bücher eben E-Books abspeichern, und doch wiegt das Gerät selten mehr als hundert Gramm. Wem unterwegs der Lesestoff ausgeht, kann sich zudem im Café oder Hotel per WLAN ganz schnell neue Bücher nachladen. Kaufen muss man die E-Books auch nicht mehr, denn über 300 Schweizer Bibliotheken verleihen sie kostenlos via Internet.

Steigende Nachfrage

Die meisten arbeiten mit der Ausleihplattform Onleihe, englischsprachige Angebote deckt meist der US-Anbieter overdrive ab. Das Interesse ist gross: 2014 hatten sich die Schweizer rund 800000 digitale Bücher, Zeitungen, Magazine oder Hörbücher ausgeliehen, im vergangenen Jahr waren es schon doppelt so viele: 1,6 Millionen. Bei den meisten Bibliotheken ist die unbegrenzte Ausleihe digitaler Medien in der normalen Bibliotheksgebühr inbegriffen. Manche verlangen einen bescheidenen Aufschlag von 20 bis 40 Franken pro Jahr.

Eigene Nutzernummer

Zudem benötigt man zur Ausleihe eine Adobe-ID die Firma hat den Kopierschutz für die digitalen Medien entwickelt. Die ID, gratis auf der Adobe-Website erhältlich, identifiziert den Nutzer gegenüber der Bibliothek und unterbindet die Weitergabe der ausgeliehenen digitalen Medien.
Bei der maximalen Leihfrist kommt es auf das Medium und die Bibliothek an: Die meisten verleihen digitale Zeitungen für eine Stunde und Magazine für einen Tag, E-Books sowie Hörbuch-Audiofiles für bis zu vier Wochen. Danach ist das Medium nicht mehr auf dem Reader les- oder hörbar, der nächste Interessent kann es ausleihen wie bei einer klassischen Bibliothek. Sind gewünschte Medien vergriffen, kann sich der Nutzer ebenso vormerken und benachrichtigen lassen, wenn sie wieder verfügbar sind.

Onleihe so funktioniert es

Geeignete Geräte

Praktisch für unterwegs sind E-Book-Reader von Tolino, PocketBook und Onyx: Dank integriertem Web-Browser kann man mit ihnen per WLAN direkt bei Onleihe Bücher herunterladen. Für andere Modelle muss man die E-Books erst mit einem Internet-Gerät ausleihen, herunterladen und via USB auf den E-Reader kopieren. Gar nicht nutzen lässt sich Onleihe mit Kindle-Geräten.
Wer auf dem Tablet oder Smartphone lesen will, kann die Apps von Onleihe bzw. overdrive nutzen (gratis für iOS und Android). Im Unterschied zum E-Book-Reader lassen sich so auch Audiofiles wie Hörbücher ausleihen und auch offline anhören. Mit etwas Aufwand funktioniert die Onleihe-App auch auf Fire-Tablets von Amazon. Und mit Notebook oder PC lassen sich sogar E-Videos ausleihen.

So lässt sich Onleihe auch mit Fire-Tablets von Amazon nutzen

App-Tipp

Gekonnt gescannt

Dank Kamera taugt das Smartphone auch als mobiler Scanner: Die Gratis App Adobe Scan hält Dokumente in Papierform ebenso fest wie die Ergebnisse eines Meetings auf der Tafel oder dem Whiteboard. Automatisch trimmt sie den Scan auf gute Lesbarkeit und wandelt ihn um in bearbeitbaren Text. Sie schneidet den Scan zu, korrigiert schiefe Aufnahmen, entfernt störende Schatten und Reflexionen, korrigiert Farben. Das Resultat lässt sich als Word-, PDF- oder Powerpoint-Datei in der Cloud speichern.

Adobe Scan, gratis für iOS/Android, ab 3 J.