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Open Air: Online im Garten

Ohne Hindernis schafft das normale WLAN-Signal gerade einmal 30 bis 100 Meter. Vier Tipps, wie Sie das Heimnetz sommerfit machen.

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zVg
29. Mai 2017

Er kann draussen bleiben, denn er hat im Garten Netz.


Komfort

Homeoffice auf dem Balkon? Das eigene WLAN reicht dafür oft nicht aus, denn das Signal wird auf dem Weg an die frische Luft durch Wände und andere Hindernisse gebremst. Wer auch im Garten online arbeiten oder auf Balkonien Filme streamen will, braucht Verstärkung.

Durch jede Wand

Gibt es draussen oder in einem nahe gelegenen Zimmer eine gut zugängliche Steckdose? Dann bietet es sich an, Powerline-Adapter zu installieren. Einen davon platzieren Sie beim WLAN-Router. Dort wird das Signal aufgenommen, über die Stromleitung geschickt und an einer anderen Steckdose wieder abgeholt. Der Vorteil der auch DLAN genannten Technik: Sie ist schnell installiert und liefert ein stabiles Signal. Allerdings müssen die beiden Steckdosen im selben Stromkreis sein, sonst funktioniert die Verbindung nicht. Als Alternative bietet sich dann ein WLAN-Repeater an. Technisch gesehen ist das ein sehr eingeschränkter Router, der das WLAN-Signal Ihres Routers empfängt und weitergibt.

oder durch die Luft

Dort, wo es keine Steckdosen gibt, und für diejenigen, die einen sehr grossen Garten haben, viel reisen oder öfters weit entfernt von jeglicher WLAN-Verbindung nächtigen, bietet sich Tethering an. Die auf fast allen Handys vorhandene Funktion wandelt das Mobilfunksignal in ein WLAN-Signal um so wird das Handy zum Hotspot. Das funktioniert aber nur, so- lange der Akku reicht. Zudem sollten Sie ein grosszügiges Mobil-Abo haben, sonst wird es teuer. Mobile Hotspots gibt es auch als Stand-alone-Geräte. Sie sind klein, leicht und funktionieren überall, wo Sie nicht gerade in einem totalen Funk loch sind. Bestückt werden sie mit einer SIM-Karte, was auch mit Prepaid-Karten aus anderen Ländern sehr gut funktioniert. Natürlich wieder nur, solange das Guthaben reicht und der Akku oder die externe Stromversorgung nicht schlappmachen.

Nicht schön, aber selten

Die kostengünstigste Art, das heimische WLAN-Signal ins Freie mitzunehmen, ist ein Reflektor. Allerdings braucht es dazu ein wenig Bastelei. Das Prinzip ist einfach: Egal, ob Ihr Router eine sichtbare Antenne hat oder nicht, er strahlt normalerweise in alle Richtungen aus. Der Teil des Signals, das ungenutzt zu den Nachbarn geht, lässt sich grob gesagt umlenken. Zum Beispiel, indem Sie den Router in einen mit Alufolie ausgekleideten Schuhkarton stellen, vor einen Topfdeckel oder in einen metallenen Lampenschirm. Die Öffnung zum Raum hin bringen Sie anschliessend mithilfe des Handy-Empfangsbalkens in die bestmögliche Position. Das Ergebnis Ihrer Bastelei ist möglicherweise keine Augenweide, bringt aber genug WLAN- Reichweite für eine spontane Gartenparty.

App-Tipp

Richtige Wäschepflege

Bei maximal 60 Grad waschen, nicht bügeln so weit klar. Aber darf das Wäschestück in den Tumbler? Das wüsste man gerne schon beim Einkauf, doch die Pflegehinweise sind teils schwer verständlich. Mit der App der internationalen Kennzeichnungsorganisation GINETEX können Sie die Zeichen auf dem Handy nachschauen oder scannen, falls der Wäschezettel einen QR-Code enthält: Die Symbole werden dann in verständliche Anweisungen übersetzt.

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