X

Beliebte Themen

Lifestyle

Schnelles WLAN mit neuer Technik

Sind viele Geräte im WLAN-Netz eingeloggt, fliessen die Daten langsam. Router, die mehrere Geräte parallel versorgen können, bringen mehr Tempo.

TEXT
FOTOS
Alamy, zVg
21. Februar 2017

Jedem das Seine: Die neue Technik sorgt für besseren Datendurchsatz im WLAN.


Aufrüstung

Die kabellose Versorgung mit Internet per WLAN wird im modernen Haushalt immer wichtiger: Smart-TV und Spielkonsole, Tablet und Smartphone tauschen riesige Datenmengen mit dem Internet aus. Ältere WLAN-Router können die Daten gar nicht so schnell an die Geräte ausliefern, wie sie ankommen. Selbst wenn mehrere Geräte im WLAN-Netz angemeldet sind, sendet der Router immer nur zu einem einzelnen Gerät die anderen müssen warten. So verringert sich der Datendurchsatz mit der Zahl der angemeldeten Geräte deutlich. Vor allem datenintensive Anwendungen wie das Streamen von HD-Filmen, Internet-TV oder das Spielen schneller Online-Games kann dann schnell einmal ins Ruckeln oder Stocken geraten erst recht, wenn mehrere Geräte im WLAN angemeldet sind und dort andere Mitglieder der Familie gleichzeitig Youtube-Videos laufen lassen oder etwas aus der Cloud herunterladen. Sind Router und Endgeräte nicht im selben Raum, leidet die Datengeschwindigkeit zusätzlich.

Vier auf einen Streich

Wenn solche Versorgungsprobleme häufiger auftreten oder ohnehin die Anschaffung eines neuen Routers geplant ist, lohnt es sich darauf zu achten, dass dieses Gerät MU-MIMO-fähig ist (manche Hersteller verwenden dafür auch die Bezeichnung Wave 2 oder AC 2.0). Musste man diese Technik bis vor Kurzem noch teuer bezahlen, können nun auch Standardrouter der 200-Franken-Klasse mit der neuen Technik umgehen. Die Abkürzung MU-MIMO steht für Multi User Multiple Input Multiple Output, der Router versorgt also die im WLAN angemeldeten Geräte nicht hintereinander mit Daten, sondern bis zu vier Geräte gleichzeitig. Der Geschwindigkeitsvorteil macht sich daher besonders bei stärker frequentierten WLAN-Netzen bemerkbar. Allerdings müssen dafür auch die Endgeräte mit der MU-MIMO-Technik umgehen können. Bei den Smartphones sind dies bereits etwa 50 Modelle, und auch eine ganze Reihe von Notebooks können mit diesem neuen Übertragungsverfahren umgehen. Andernfalls kann man aber Notebooks und Desktop-PCs auch für etwa 50 Franken mit einem MU-MIMO-fähigen WLAN-Modul nachrüsten.

Kein Ersatz für Repeater

Noch funktioniert MU-MIMO nur im Downstream, also wenn Daten aus dem Internet empfangen werden. Das zuständige Normungsgremium arbeitet aber bereits daran, auch das Hochladen von Daten mit diesem Verfahren zu beschleunigen. Auch nutzt MU-MIMO nichts, wenn die Verbindung zwischen Router und Endgerät nur schwach ist, beispielsweise weil eine Decke oder mehrere Wände das Funksignal stark dämpfen. Dafür gibt es aber auch schon MU-MIMO-taugliche Repeater, die das Signal bis in die letzte Ecke der Wohnung transportieren.

Gut erklärt leider nur auf Englisch:

App-Tipp

Unterwegs einscannen

Eigentlich hatte Microsoft diese App nur für Windows Phones lanciert. Doch dann folgten auch die iPhone- und Android-Versionen des Dokumentenscanners, der seit dem Update 1.5 auch auf dem iPad läuft. Die App mit integrierter Texterkennung wandelt abfotografierte Quittungen, Briefe oder Whiteboards in digitale Dokumente um. Automatisch korrigiert Office Lens den Blickwinkel und schneidet die Ränder sauber zu. Zudem kann die App Whiteboards in Powerpoint-Dateien verwandeln und Visitenkarten in die Kontakte übernehmen.

Office Lens, gratis für iOS und Android, ab 3 Jahren.