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Anfassen, bitte!

Der Kauf eines Notebooks kann eine zeitraubende Angelegenheit werden. Im Fach- wie Discounthandel gibt es nahezu unendlich viele Angebote. Dazu kommen jedes Jahr neue Modelle auf den Markt. Die Tipps, worauf Sie achten sollten.

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FOTOS
Alamy, zvg
09. April 2018

Die Auswahl an Laptops ist gigantisch. Genau prüfen lohnt sich. Wer hier wohl wem beim Kaufentscheid hilft?


Reportage

Es klingt überraschend, aber am wichtigsten an einem Notebook sind nicht CPU-Taktfrequenz und Speicherkapazität, sondern das Äussere. Damit ist nicht die hübsche Abdeckung gemeint. Wer mit der Tastatur nicht zurechtkommt, das Gerät unhandlich findet oder den Bildschirm zu klein, wird am Laptop keine Freude haben. Zum Testen öffnen Sie am besten ein paar Programme und schreiben einige Zeilen. Dabei können Sie auch sehen, wie Sie mit dem Bildschirm zurechtkommen, ob er entspiegelt sein muss und ob er hell genug ist. Das ist vor allem wichtig, wenn der Laptop draussen verwendet werden soll. Zum Abspielen von hochaufgelösten oder Full-HD-Videos muss der Bildschirm übrigens eine Auflösung von mindestens 1080 Pixeln haben, dabei zählt die kleinere Zahl. Das Standard-Format ist 19201080 Pixel.

Es muss nicht der neueste sein

In der Produktbeschreibung finden sich Prozessoren-Bezeichnungen wie Ryzen oder i7 meist an prominenter Stelle, weil der Prozessor die Verarbeitungsgeschwindigkeit bestimmt. Alle ein bis zwei Jahre kommen neue Modelle auf den Markt. Wer den PC für Schreibarbeiten nutzt, damit im Internet surfen, E-Mails schreiben und Videos streamen will, spart, wenn er auf das neueste Modell verzichtet. Mehr Leistung brauchen Social-Media-Junkies, die viele Inhalte ins Internet hochladen, sowie Nutzer, die Bilder oder Videos bearbeiten wollen.

Zum Arbeiten braucht der Prozessor Arbeitsspeicher, genannt Memory oder RAM, um Dinge zwischenzuspeichern. Sind viele Programme gleichzeitig geöffnet oder verarbeitet ein Nutzer grosse Dateien, braucht es mehr davon. Gut ausgerüstet ist ein Laptop derzeit mit 8 Gigabyte. Geräte mit weniger Speicher sind langsamer, mehr lässt sie schneller werden. Beliebig steigern lässt sich die Geschwindigkeit aber nicht.

Um die Grösse der Festplatte, die meist unter Bezeichnungen wie 100 GB HDD (Hard Disk Drive) oder 250 GB SSD (Solid State Drive) auftaucht, brauchen sich Käufer kaum noch Gedanken zu machen. SSD-Festplatten schreiben und lesen schneller, sind leiser, stossfester und kleiner, aber auch teurer als HDD-Festplatten. Beide sind mit aktuell mindestens 250 Gigabyte meist gross genug. Was darüber hinausgeht, lässt sich auf eine externe Festplatte auslagern.

Wissen, wie lang der Akku hält

Nutzer, die viel unterwegs sind, sollten auf eine solide Verarbeitung achten und sich informieren, wie lange der Akku hält am besten nicht beim Hersteller, sondern in Testberichten. Wer am Computer nicht viel schreibt, pendelt, ein Zweitgerät braucht oder vor allem Videos ansehen will, ist mit einem Tablet oder einem 2-in-1-Gerät, das sich von einem Notebook in ein Tablet verwandeln lässt, unter Umständen besser beraten.

Fun Facts und Zahlen

  • Der erste tragbare Computer kam schon 1975 auf den Markt. Der erste, der von Art und Grösse mit heutigen Laptops vergleichbar ist, folgte 1982. Grosse Verkaufsschlager waren die Geräte jedoch nicht.
  • Der Name Laptop wurde gewählt, weil die Computer klein und leicht genug sind, um sie auf dem Schoss (Englisch lap) zu benutzen. Zu empfehlen ist dies allerdings nicht: Damit die Laptop-Kühlung richtig funktioniert, sollte das Notebook besser auf einer flachen, harten Unterlage platziert werden.
  • Obwohl Notebooks erst in den 90er-Jahren richtig aufkamen, laufen sie dem herkömmlichen Desktop-Computer mittlerweile den Rang ab. So wurden beispielsweise in Italien 2015 gerade einmal 293'800 Desktop-Computer verkauft, verglichen mit 2,4 Millionen Tablets und 1,3 Millionen Laptops.
  • Dell und das Ponemon Institute veröffentlichten 2008 eine Statistik, wonach an Flughäfen in den USA wöchentlich 12'000 Laptops verloren, vergessen oder gestohlen werden. Das sorgte für Schlagzeilen. Aber die Studie wurde auch kritisiert: Offenbar hatten sich die Urheber nicht auf offizielle Zahlen bezogen, sondern Flughafen-Personal befragt. Ausserdem wurden etwa Episoden mitgezählt, wenn ein Passagier nach der Sicherheitskontrolle vergisst, seinen Laptop wieder einzupacken, das aber kurz später realisiert, umkehrt und ihn holt.
  • Gemäss der amerikanischen Umweltschutzbehörde wird mit dem Recyceln von einer Million Laptops so viel Energie eingespart wie 3600 Häuser in den USA jährlich verbrauchen.

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