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Blick in die Zukunft

Neues Jahr, neue Spannung. Die schnelllebige Technikwelt bringt auch im Jahr 2019 viel Neues. So soll das mobile Internet so richtig schnell werden und künstliche Intelligenz vermehrt Einzug in unsere Wohnungen halten.

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Getty Images, zvg
31. Dezember 2018

Künstliche Intelligenz im Zuhause wird wichtiger ? die Roboter-Nanny lässt aber noch auf sich warten.

App Stores mutieren immer mehr zum regelrechten Wirtschaftstreiber. Die Analysten von App Annie gehen davon aus, dass die globalen Ausgaben in den App Stores im Jahr 2019 fünf Mal so schnell wachsen sollen wie die gesamte Weltwirtschaft. Die 122-Milliarden- Marke solle dann überschritten werden.

Einen guten Teil davon werden wie bisher die Spiele ausmachen. «Harry Potter – Wizards Unite» könnte dabei im kommenden Jahr alles in den Schatten stellen, was jemals mobil gespielt wurde. Gerüchte zum Game gibt es bereits zuhauf. Als gesichert gilt, dass eine Augmented-Reality-Funktion integriert ist. Über sie wäre es möglich, sich wie bei Pokemon Go (ebenfalls von Entwickler Niantic) an bestimmten Plätzen zu treffen, um dort gemeinsam zu zaubern. Das Game soll als mobile Version und auf Videogame-Plattformen erhältlich sein, ein Starttermin stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Wer auf dem Laufenden bleiben will, registriert sich bereits jetzt auf der Homepage.

KI wird Alltag

Die Automatisierung und Optimierung im IT-Bereich wird vermehrt durch künstliche Intelligenz (KI) unterstützt. Die Analysten von Gartner gehen davon aus, dass in den nächsten drei Jahren bei mindestens 40 Prozent aller Entwicklerprojekte ein KI-Spezialist im Team mitarbeiten wird.

KI wird 2019 auch vermehrt in unseren Wohnungen ankommen. So arbeitet die neue Antiviren-Software Sophos Home mit dieser Technologie, die die herkömmlichen PC-Sicherheitslösungen revolutionieren könnte. Das Ergebnis: Laut AV-Test liegt die Erkennungsrate bei 100 Prozent, die berüchtigten Falschmeldungen konnten auf sehr niedrigem Stand gehalten werden.

Bessere Antimalware-Lösungen sind auch dringend notwendig, denn Angriffe auf unsere Computer und Smartphones dürften laut der Sicherheitsfirma Malwarebyte im kommenden Jahr wesentlich gefährlicher werden als bisher.

Gefährlichere Cyber-Angriiffe

Bessere Antimalware-Lösungen sind auch dringend notwendig, denn Angriffe auf unsere Computer und Smartphones dürften laut der Sicherheitsfirma Malwarebyte im kommenden Jahr wesentlich gefährlicher werden als bisher. Neuartige Schadsoftware setzt sich direkt im Gerätespeicher fest und kann damit herkömmliche Antivirenlösungen umgehen. Sie fungiert dabei nicht selbst als Virus oder Trojaner, sondern lediglich als Werkzeug für die Kriminellen. Je nach Anforderungen kann der Angreifer damit jede beliebige weitere Schadsoftware nachladen, ohne dass der Benutzer davon etwas mitbekommen würde.

Schnellere Netze

Unsere Onlinewelt wird aber nicht nur gefährlicher, sondern auch einiges schneller. Der superschnelle Mobilfunkstandard 5G wird voraussichtlich (zumindest für sechs Städte wie Zürich, Bern, Luzern, Genf oder Basel) noch 2019 in der Schweiz Realität, ein Testlauf ist bereits in Betrieb. 5G überträgt Daten bis zu hundertmal so schnell wie das aktuelle 4G und schafft damit neue Möglichkeiten für das mobile Internet. Zum Beispiel lassen sich Sportanlässe aus verschiedenen Perspektiven verfolgen. Swisscom erwartet erste kompatible Smartphones bereits für kommenden Juni. Sehr wichtig ist der neue Turbostandard auch für das Internet der Dinge, denn unsere Haushaltsgeräte können so umfassender und schneller miteinander kommunizieren. Fazit: Das neue Jahr zündet den Turbo! 


Ericsson-Studie: Was die Konsumenten erwarten

Das Kommunikationstechnologie-Unternehmen Ericsson bewertet in seinem 8. ConsumerLab Trend Report die Erwartungen der Konsumenten zu Technologien der nahen Zukunft, wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz (KI), Virtual Reality (VR), 5G und Automation. Hier die Ergebnisse:

Awareables
Mehr als 60 Prozent der Nutzer virtueller Assistenten denken, dass Geräte, die unsere Gefühlslagen verstehen, in drei Jahren massentauglich sein werden.
  
Smarte Familienstreits
Mehr als 65 Prozent der Nutzer virtueller Assistenten denken, dass Smart Speaker in drei Jahren wie normale Familienmitglieder streiten werden.
  
Spionage-Apps
Mehr als 45 Prozent der Konsumenten denken, dass Apps Daten über sie sammeln, obwohl sie diese nicht einmal nutzen.
  
Erzwungene Zustimmung
Das ständige Akzeptieren von Cookies zur Datenerfassung nervt 51 Prozent der Konsumenten.
  
Das Internet der Fähigkeiten
Mehr als 50 Prozent der Nutzer von AR und VR möchten Apps, Brillen und Handschuhe, die sie bei alltäglichen Aufgaben wie Kochen oder dem Tätigen von Reparaturen virtuell anleiten. 
  
Berührungsloser Verbrauch
Etwa die Hälfte aller Nutzer von virtuellen Assistenten möchte automatisierte Rechnungen und Vorbestellungen sowie sich selbstauffüllende Haushaltswaren.
  
Mentales Übergewicht
31 Prozent der Konsumenten erwarten bald Fitnessstudios für den Geist zu besuchen, um das Denken zu trainieren, da alltägliche Entscheidungsfindungen vermehrt automatisiert ablaufen.
  
Eco Me
39 Prozent der Konsumenten möchten eine Eco-Watch, die den CO2-Fussabdruck misst.
  
Mein digitaler Zwilling
48 Prozent der Nutzer von AR und VR möchten Online-Avatare, die sie penibel nachahmen, damit sie an zwei Orten gleichzeitig sein können.
  
5G automatisiert die Gesellschaft
Um die 20 Prozent aller Smartphone-Nutzer glauben, 5G wird IoT-Geräte, wie zum Beispiel Verbrauchszähler und Haushaltsgeräte, besser vernetzen.