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Showplatz

Star-Trek-Fans kennen das Holodeck. Was in den 1970er-Jahren noch Science Fiction war, lässt sich jetzt in Zürich-Altstetten erleben: Abenteuer in virtuellen Welten. Die Fusion Arena macht dies auf der europaweit grössten VR-Spielfläche möglich.

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FOTOS
Daniel Kellenberger, zvg
26. Februar 2018

Abenteuer im Kopf: Mit der VR-Technik lassen sich virtuelle Welten erleben.


Virtuelle Abenteuer

Besatzungsmitglieder des Raumschiffs Enterprise am tropischen Strand oder in den Alpen? Das Holodeck machte es in vielen Star-Trek-Folgen möglich, ferne Destinationen und andere Abenteuer als eine Art Computersimulation zu erleben und in diesen virtuellen Welten zu agieren. Wurde das Programm abgeschaltet, blieb nur ein nüchterner, leerer Raum.

In der Fusion Arena ist es ähnlich: Mit blossem Auge betrachtet ein leerer Raum, Teppichboden und ringsum Vorhänge. Nur die vielen Kameras an der Decke und anderes technisches Gerät lassen ahnen, dass Virtual Reality (VR) das Entertainment der Zukunft sein könnte. Ronny Tobler (36) ist davon überzeugt: VR ist für die nächste Generation das, was für uns das Kino war, sagt der Chef der Pandally AG, die das Projekt im Zürcher Coop-Einkaufszentrum Letzipark auf die Beine gestellt hat.

Sinne täuschen das Gehirn

Was mit VR alles möglich ist, lässt sich nur erahnen und das Erlebnis kaum beschreiben ein Selbstversuch: Ich stehe auf dem neuen Teppichboden im Loungebereich der Fusion Arena, am Boden vor mir liegt ein Brett. Dann setzt mir Ronny Tobler ein VR-Headset auf und drückt mir einen Controller in die Hand. Nun stehe ich in einem Lift, drücke auf den obersten Knopf. Durch den Spalt zwischen den Türen sehe ich, dass es nach oben geht. Dann öffnen sich die Türen nicht auf einen Flur, sondern auf einen Abgrund: Vor mir liegt eine Stadt mit Hochhäusern, in der Ferne drehen sich Windrädli, über mir kreisen Vögel, von unten steigt Strassenlärm herauf, hinter mir tönt immer noch die Liftmusik und vor mir führt eine Holzplanke ins Freie.

Da soll ich hinaus? Es kostet Überwindung, obwohl mich der Geruch frischer Farbe daran erinnert, dass ich nicht in schwindelnder Höhe stehe, sondern nach wie vor auf dem Teppichboden der Fusion Arena. Ein Schritt weiter und es geht im freien Fall abwärts. Als der Boden auf mich zukommt, versuchen die Muskeln unbewusst, den vermeintlichen Sturz abzufangen.

Den Effekt nennt man Immersion. Er wird noch intensiver, wenn Wind, Wärme und Düfte hinzukommen wie in der Fusion Arena. Dort treten bis zu zehn Spieler zu Missionen an, bei denen sie sich selbst und die Mitspieler sehen, während sie sich frei im Raum bewegen der dann erfüllt ist von geheimnisvollen Bildern ferner Welten. Der familientaugliche Spass dauert rund 90 Minuten inklusive Aufwärmen an vier Stationen in der Lounge darunter ein Icaros-Simulator und kostet knapp 50 Franken, bis 13 Jahre zahlt man in Begleitung eines Erwachsenen die Hälfte. Mein Endruck: Es lohnt sich!

Zur Fusion Arena im Coop-Einkaufszentrum Letzipark, Zürich-Altstetten

App-Tipp

Spass beim Fotoshooting

Allein oder mit den Kollegen (meist eher Kolleginnen) posieren, schräge Grimassen machen und sich dabei fotografieren lassen diese Google-App machts möglich. Ein Fingertipp auf den Screen startet und beendet die Aufnahmen. Sobald man ruhig hält, löst die Kamera aus. Das Ergebnis: Schwarz-Weiss-Bildsequenzen wie früher aus dem Fotoautomaten.

Selfissimo!, gratis für iOS und Android, ab 3 J.