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Smartwatches im Test

Activity Tracker waren gestern, jetzt trägt man Smartwatches. Wir haben sechs verschiedene Modelle getestet.

06. August 2018

Manchen Smartwatches ist kaum anzusehen, dass es sich nicht um eine herkömmliche Uhr handelt. Wer beim Sport eine Smartwatch trägt, hat seinen Puls immer im Griff.


Smartwatches

Gadgets in Uhren-Optik

Bei einer Uhr, die man ständig am Handgelenk trägt, ist der Look mitentscheidend. Hier sind das Nokia- und das Samsung-Modell speziell zu erwähnen. Erstere ist eine kleine Hybrid-Smartwatch, die wie eine Analoguhr funktioniert. Auf dem Zifferblatt versteckt sich ein kleiner runder Bildschirm, der weniger als einen Zentimeter Durchmesser hat und nur auf Knopfdruck aufleuchtet. Die Samsung-Variante sieht aus wie eine mechanische Fliegeruhr, hat jedoch nur einen Bildschirm als Zifferblatt – wie die vier verbleibenden Uhren auch.

Die Nokia-Uhr gibt es in Schwarz oder Weiss. Bei allen anderen lassen sich die Zifferblätter frei wählen. Polar verfügt dabei über die kleinste Auswahl. Ausserdem ist bei der A370 mit Ausnahme des Zifferblatts die Anzeige rein funktional gestaltet. Standardausstattung ist bei allen Modellen ein Kunststoffarmband. Manche Hersteller bieten aber Bänder zum Wechseln an. Ausserdem lassen sie sich bei fünf der Wearables auch gegen herkömmliche Uhrenbänder austauschen. Einzige Ausnahme ist der A370, dafür bietet Polar Bänder in vielen verschiedenen Farben an.

Das Pairing mit dem Handy klappte bei allen Uhren problemlos. Am einfachsten ging es mit der Apple Watch – aber nur in Kombination mit einem iPhone. Wer kein Apple-Gerät besitzt, kann Handy und Uhr nicht verbinden.


In Bewegung bleiben

Alle getesteten Wearables zeichnen den Schlaf auf und bieten Activity-Tracking-Funktionen in unterschiedlichem Ausmass. Die zurückgelegte Distanz, die verbrannten Kalorien und die Schritte zählen alle. Das vorgegebene Ziel sind bei Letzterem meist die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen 10 000 Schritte am Tag. Die Garmin-Uhr verfügt über eine Funktion, bei der sie das Schrittziel laufend an den Nutzer anpasst – je nach Fitnesslevel und Schritten am Vortag.

Natürlich eignen sich auch alle getesteten Smartwatches zum Aufzeichnen von Sport. Alle können Workouts automatisch erkennen, der Workout-Modus kann aber auch aktiviert werden. Für Sport im Freien bieten bis auf die Nokia-Uhr alle Modelle GPS-Tracking. Allerdings braucht es bei der Polar- und der Fitbit-Watch das Handy, um die GPS-Daten zu beziehen. Das klappte bei unseren Versuchen denn auch unzuverlässiger als bei den Standalone-Geräten. Bis auf die Samsung Gear S3 können alle auch beim Schwimmen getragen werden.

Alle getesteten Uhren können auch Benachrichtigungen vom Handy anzeigen. Sehr eingeschränkt ist die Funktion bei der Steel HR: Sie zeigt einem lediglich mit Name oder Nummer an, wenn jemand anruft oder eine SMS schreibt. Man kann weder den Anruf entgegennehmen noch die SMS lesen oder beantworten. Auch bei Polar besteht keine Möglichkeit zur Interaktion, dafür gibt es Notifications verschiedenster Apps. Direkt telefonieren kann man mit dem Apple- und dem Samsung-Modell, WhatsApp-Nachrichten direkt von der Uhr aus beantworten auch mit dem Fitbit, bei Garmin ist dies nur mit SMS möglich. Die genannten vier Modelle können auch Musik abspielen.

Die Wandelbare

Zahlreiche Armbänder sowie eine sehr grosse Auswahl an Zifferblättern von schlicht bis verspielt sorgen für Abwechslung am Handgelenk.

Fitbit Versa, erhältlich für Fr. 239.90 bei Interdiscount.

   

Die Angepasste

Diese Uhr macht Ihnen keine Vorwürfe, wenn Sie keine 10 000 Schritte täglich schaffen, sondern setzt individuelle und realistische Ziele.

Garmin Vivoactive 3 Music, erhältlich für Fr. 319.– bei Microspot.

   

Die Alleskönnerin

Es gibt wohl nichts, das man mit dieser Uhr nicht kann: Zeitungen lesen, Games spielen, telefonieren, WhatsApp-Nachrichten tippen  …

Samsung Gear S3 Frontier, erhältlich für Fr. 349.90 bei Interdiscount.

   

Die Unauffällige

Die Nokia Steel HR ist so elegant und schlicht, dass niemand merkt, dass man eine Smartwatch trägt. Dafür hat sie etwas weniger Funktionen.

Nokia Steel HR, erhältlich für Fr. 179.90 bei Fust.

   

Die Sportskanone

Der Puls wird kontinuierlich gemessen, selbst geplante Trainings lassen sich auf die Uhr laden – bei der A370 steht der Sport im Vordergrund.

Polar A370, erhältlich für Fr. 179.90 bei Fust.

   

Die Flüssige

Nur iPhone-Besitzer können die Apple Watch mit Handy verwenden, dafür funktioniert sie damit wie keine zweite. Schon Koppeln ist ein Klacks.

Apple Watch Series 3 4G, erhältlich für Fr. 479.– bei Fust.

   

App-Tipp

Konsolen-Hit fürs Handy

Das Abenteuer- und Mistery-Game «Life Is Strange», bei dem der Spieler die Handlung mit seinen Entscheidungen beeinflusst, hat als Konsolen-Spiel viele Preise abgeräumt. Seit einer Weile gibt es den Game-Hit auch fürs iPhone. Und jetzt können endlich auch Android-Fans mit der 18-jährigen Max das spurlose Verschwinden einer Studentin aufklären.

«Life Is Strange», kostenlos für iOS und Android (mit In-App-Käufen), ab 17 beziehungsweise 16 J.

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