X

Beliebte Themen

Multimedia

Gut verstaut

Sichere Passwörter für alle seine Internet-Accounts kann sich kaum jemand merken. Eine Passwort-App nimmt Nutzern diese Aufgabe ab und bringt dadurch mehr Sicherheit.

FOTOS
Gallery Stock, zvg
04. März 2019

Es gibt einen einfacheren und sichereren Weg, sich seine Passwörter zu merken.

Heute nutzt jeder Dutzende Dienste im Internet und braucht dazu Accounts mit E-Mail-Adresse und Passwort. Damit die Zugangsdaten nicht in falsche Hände fallen, raten Experten zu sicheren Passwörtern – für jeden Account ein eigenes, damit der Gauner nicht gleich auf alle Zugriff hat. Damit das Passwort nicht leicht zu knacken ist, sollte es mindestens zehn Stellen lang sein sowie Gross- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthalten. Das macht das Merken schwierig, aber es ist unsicher, Passwörter im Browser zu speichern oder aufzuschreiben und neben den PC zu legen. Die meisten Internetnutzer nehmen trotz Warnungen ein einfaches Passwort für alle Dienste.

Doch es gibt Hilfe. In Windows 10 managt die Anmeldeinformationsverwaltung die Anmeldedaten von Webseiten. Passwörter schlägt sie aber nicht vor und unterwegs kann man nicht auf die Passwortliste zugreifen. Besser macht es Apple: Die Schlüsselbundverwaltung generiert sichere Passwörter und speichert sie in der iCloud, sodass sie auch auf iPhone und iPad verfügbar sind.

Flexibler sind Passwort-Apps. Sie verwalten Website-Passwörter und synchronisieren sie zwischen PC und Handy, haben aber auch Platz für PINs von Kredit- und SIM-Karte, wichtige Dokumente oder Bilder, die man bei sich haben möchte. Die Daten speichern sie in einer Datei, die vom Nutzer mit einem Master-Passwort verschlüsselt wird. Der Nutzer muss sich also nur noch ein einziges Passwort merken. Selbst der Anbieter der Passwort-App kennt es nicht. Geht es verloren, muss man das Passwort für jeden Account einzeln auf der Webseite zurücksetzen, andere Daten sind verloren.

Schweizer Cloud

Einen Blick wert ist der Zürcher Anbieter «SecureSafe». Privatkunden können bis 50 Passwörter und 100 MB Daten kostenlos auf PC oder Handy speichern und über die Cloud zwischen ihren Geräten synchronisieren. Seine Cloud betreibt «SecureSafe» in der Schweiz. Auch «Lastpass» bietet ein Gratispaket für Privatanwender. Die abgespeckten Gratisvarianten von «Enpass» und «Dashlane» reichen nur zum Schnuppern, das bekannte «1Password» ist mittlerweile kostenpflichtig. Einige dieser Anbieter sind durch Sicherheitslücken bereits Opfer von Hackern geworden. Nur die 2-Faktor-Authentifizierung schützt dann die persönlichen Daten, aber die fehlt oft in der kostenlosen Variante.

Als bester Datentresor auf Windows gilt «Keepass». Der Programmcode ist Open Source, ist also jedem zugänglich und wird von einer grossen Community ständig verbessert. Das kostenlose Programm speichert Passwörter nur auf dem jeweiligen Gerät. Das ist sicher, erschwert aber die Synchronisation. Auch ist die Bedienung weniger komfortabel als bei kommerziellen Anbietern. Varianten für Mac-PCs und Handys gibt es nur von Drittanbietern.