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Sau(g)stark!

Von wegen wenig Akku und geringe Saugleistung: Wir haben vier kabellose Stick-Staubsauger getestet und sind positiv überrascht.

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Philips.ch, zvg
24. September 2019
Ob Teppich oder Hartboden ? die Stick-Sauger überzeugen.

Ob Teppich oder Hartboden ? die Stick-Sauger überzeugen.

Kabellose Akkustaubsauger sind auf dem Vormarsch. Wir wollten wissen, was sie taugen, und haben vier beliebte Modelle getestet: den BBS1U224 Unlimited von Bosch, den Speed Pro Max FC6823/01 von Philips, den F8 Strom von Roidmi und auch ein Modell von Trendsetter Dyson, den V11 Absolute.

Akkustaubsauger haben den grossen Vorteil, dass keine Kabel umgesteckt werden müssen oder in die Quere kommen. Das bringt aber auch Nachteile: Der Akku hält nur für begrenzte Zeit. Reicht er für die ganze Wohnung? Deshalb haben wir ihn als Erstes unter die Lupe genommen. Es zeigt sich: Die Stick-Sauger haben vorwärts gemacht: Die Akkus reichen viel länger als bei älteren Modellen.

Auf der normalen Saugstufe hält das Modell von Roidmi bis zu 55 Minuten durch, jenes von Philips 65. Dazwischen liegen die Geräte von Dyson und Bosch mit je 60 Minuten, wobei Dyson auch einen Eco-Modus hat, mit dem nochmals fast eine halbe Stunde dazukommt. Und Bosch liefert gleich zwei Akkus mit. Ist der eine aufgebraucht, tauscht man ihn ganz einfach gegen den anderen, der dank Schnellladefunktion im Handumdrehen wieder voll ist. So lässt sich eigentlich pausenlos saugen. Praktisch!

Leichte Sache

Ein weiterer Pluspunkt von Stick-Saugern ist ihr oft geringes Gewicht. Von den getesteten Saugern ist das Modell von Dyson mit 3,05 Kilogramm das schwerste. Am leichtesten ist die Konkurrenz aus China: Der F8 Strom wiegt gerade einmal 2,5 Kilos. Der Staubsauger von Philips bringt es auf 2,73 und jener von Bosch auf 2,9 Kilogramm.

Alle vier Geräte lassen sich auch zum Handstaubsauger umwandeln und benötigen keine Staubsaugerbeutel. Stattdessen verfügen sie über Staubbehältnisse, die man regelmässig leert. Am schnellsten ist das beim Bosch-Sauger nötig: Er hat ein Fassungsvermögen von 0,4 Litern. Platz 2 teilen sich Roidmi und Philips mit je 0,6 Litern. Am längsten ohne Leerung kommt der Akkusauger von Dyson mit einem Fassungsvermögen von 0,76 Litern aus. Das Entleeren ist bei Roidmi und Bosch etwas mühsam. Am einfachsten gehts beim Sauger von Philips.

Akkusaugern wird gerne eine schlechte Saugleistung nachgesagt. Deshalb waren wir bei unserem Test positiv überrascht. Vor allem auf Teppich haben alle eine gute Figur gemacht. Am beeindruckendsten über alle Böden hinweg war der V11 Absolute, der es sogar mit so manchem herkömmlichen Staubsauger aufnehmen könnte.

Alle Modelle verfügen über einen Turbomode, bei Bosch kommt ein weiterer Modus dazu, bei den anderen gleich zwei. Bei Roidmi lässt sich die Leistungsstufe auch in der App umstellen. Ja, richtig gelesen: Zu diesem Sauger gibt es sogar eine App. Neben Nützlichem wie dem Batteriestand oder dem Filterzustand liefert sie auch witzige Infos, etwa die beim Saugen verbrannten Kalorien. Aber die App bleibt eine Spielerei. Eine Spielerei erlaubt sich auch Dyson: Er verfügt als Einziger über einen Bildschirm. Dieser zeigt weit mehr als nur die Saugstufe an, erklärt etwa im kleinen Filmchen, wie man den Filter einsetzt. Sehr chic, aber der Mehrwert bleibt gering.

Innovative Aufsätze

Wirklichen Mehrwert hingegen bringen die Aufsätze, die mit den Saugern geliefert werden. Am wenigsten sind es bei Philips, dafür nimmt die spezielle Bürste des Allzweckaufsatzes den Staub aus allen Winkeln auf. Roidmi bietet bereits mehr Aufsätze. Will man die Teppich- und Allzweckbürste gegen die wirklich gute Softrolle für Hartböden austauschen, muss man sie allerdings von Hand auswechseln – nicht sehr appetitlich.

Bosch bietet eine Vielzahl spezialisierter Aufsätze – vom Auto bis zur Zimmerdecke wurde an alles gedacht. Aber auch eine gute Allzweckdüse fehlt nicht. Dyson liefert ebenfalls sehr viele Aufsätze mit, wobei man die High-Torque-Bodendüse am liebsten gar nie abnehmen würde: Sie erkennt automatisch, welchen Untergrund sie gerade saugt, und passt die Leistung entsprechend an.

Damit zeigt Dyson einmal mehr Innovationsgeist. Dafür hat er aber auch seinen Preis – und sogar Nachteile: Der Powerknopf muss während des Saugens konstant gedrückt werden und wer unter Möbeln saugen will, kriegt keinen idealen Winkel hin. Das klappt mit den anderen drei Modellen besser. Zieht man da noch den beachtlichen Preis des V11 in Betracht, schafft er es trotz schönem Design und super Saugleistung deshalb nicht ganz oben aufs Podest.

Der Testsieger

Der Smarte

Roidmi F8 Storm

Ein Staubsauger mit App? So etwas sieht man nicht alle Tage. Dazu ist er relativ leicht und wendig und verfügt über eine exzellente Bürste für Hartböden.

Bei Interdiscount für Fr. 299.90

 

Der Innovative

Dyson V11 Absolute,

Ein schönes Design und eine unvergleichliche Saugleistung treffen auf eine Düse, die sich dem Boden anpasst. Das hat allerdings seinen Preis.

Bei Fust für Fr. 699.–

 

Der Praktische

Philips Speed Pro Max FC6823/01

So einfach wie bei diesem Sauger lassen sich Staubbehältnisse selten leeren und die speziell designte Bürste nimmt Staub aus allen Winkeln auf.

Bei microspot.ch für Fr. 351.95

 

Der Endlose

Bosch BBS1U224 Unlimited

Eine scheinbar einfache Lösung für ein grosses Problem: Dieser Staubsauger kommt mit Wechsel- akku. So ist pausenloses Saugen möglich.

Bei Fust für Fr. 599.–