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Lichtwecker im Test

Lichtwecker sollen das Aufstehen am Morgen erleichtern. Immer mehr Modelle kommen auf den Markt. Wir haben fünf davon getestet.

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11. Februar 2019

Die Sonne ist der sanfteste Wecker. Deshalb wird sie nun simuliert.

6 Lichtwecker zu gewinnen

Wir verlosen die fünf Testgeräte sowie einen Beddi von Witti Designs. 

Dass das Aufstehen im Winter schwer fällt, hat einen biologischen Grund: Das langsam heller werdende Licht des Sonnenaufgangs sorgt dafür, dass unser Körper das Schlafhormon Melatonin abbaut und das Wachhormon Serotonin produziert. Ist im Winter morgens noch keine Spur von der Sonne, reisst uns der Wecker deshalb unsanfter aus dem Schlaf. Lichtwecker versuchen, Abhilfe zu schaffen, indem sie den Sonnenaufgang simulieren. Wir haben fünf Modelle getestet: Philips HF 3650/01 Somneo Sleep and Wake-up Light, Sleepace Nox N101, Medisana WL 460, Technoline WT 493 und Beurer WL 75.

Der Sleepace Nox wird per App eingerichtet, was entsprechend einfach ist. Beim Beurer WL 75 geht es wahlweise manuell oder via App. Beides ist leicht verständlich, nur mit der App lassen sich aber alle Funktionen nutzen. Zu den verbleibenden drei Weckern gibt es keine App. Das Einrichten ist bei Medisana und Technoline eher kompliziert. Ohne Bedienungsanleitung geht es nicht. Bei Technoline wird das Einstellen zusätzlich erschwert: Die Knöpfe befinden sich auf der Rückseite des Weckers, das Display auf der Vorderseite. Der Philips Somneo ist dank leicht verständlichem Touchscreen schnell eingerichtet.

Bei Philips, Medisana und Technoline lassen sich je zwei Weckzeiten definieren – nicht aber die Tage, an denen sie gelten. Wer mehr als zwei Aufstehzeiten hat, muss sie manuell umstellen, was vor allem bei Technoline und Medisana relativ aufwendig ist – zumindest bis man Routine hat. Auch beim Beurer WL 75 lassen sich zwei Alarmzeiten speichern, beim Sleepace Nox fünf. In den Apps kann man für jeden Alarm spezifische Wochentage festlegen.

Die Wecker von Technoline und Sleepace messen die Raumtemperatur, Letzterer auch die Luftfeuchtigkeit sowie Lärm- und Lichtbelastung. Ausserdem überwacht er den Schlaf. Legt man das Handy nachts neben das Kissen, erhält man morgens einen Schlafbericht und Verbesserungstipps. Technoline und Medisana haben als einzige keinen USB-Anschluss zum Laden von Geräten.

Von Vogelgezwitscher bis Radio

Von der eigenen Musik wecken lassen kann man sich leider bei keinem der Wecker. Wer Musik vom Handy hören möchte, kann dieses bei den Weckern von Philips, Medisana und Beurer immerhin via AUX-Kabel verbinden und die Geräte als Lautsprecher nutzen – ohne Weckfunktion. Zum Wecken stehen bei allen Modellen Natur- und Alarmtöne zur Auswahl sowie – ausser bei Sleepace – ein selbst gewählter Radiosender.

Das Aufwachen funktioniert bei allen Lichtweckern nach dem gleichen Prinzip: Das Licht wird zunehmend heller, der Ton zunehmend lauter. Normalerweise geschieht das über eine Zeit von 30 Minuten, kann bei einigen Modellen aber auch angepasst werden. Der Sleep- ace Nox kann die Schlafphase erfassen und Sie zum idealen Zeitpunkt wecken.

Alle Lichtwecker lassen sich auch als Nachttischlampe verwenden, bei jenen von Medisana, Beurer und Sleepace auf Wunsch sogar mit buntem Licht. Rötliches gibt es auch bei Philips. Es soll die Melatoninausschüttung anregen und so beim Einschlafen helfen. Bis auf den getesteten Wecker von Technoline verfügen deshalb alle Modelle über eine Sonnenuntergangssimulation oder eine spezielle Rotlichteinstellung, um das Einschlafen zu erleichtern. Mit Ausnahme von Medisana und Technoline bieten auch alle die Möglichkeit, für ein leichteres Einschlafen beruhigende Klänge abzuspielen, die sich dann von alleine ausschalten. Bei Technoline kann man zum Einschlafen dafür mit Timer Radio hören. Bei Philips stehen zum Einschlafen weiter pulsierende Lichteffekte und Atemübungen zu Ton- oder Lichtimpulsen zur Verfügung.

Alle getesteten Modelle müssen zum Betrieb am Strom angeschlossen sein. Jene von Philips und Technoline verfügen zusätzlich über eine Batterie, damit der Wecker auch bei einem Stromausfall klingelt. Bei Sleepace und Beurer sind immerhin die Voreinstellungen nicht verloren, wenn sie mal vom Strom getrennt werden. Bei Medisana müssen auch diese wieder mühsam vorgenommen werden.

Je nach Bedürfnis empfiehlt sich ein anderer Wecker. Der Favorit der Coopzeitung ist der Sleepace Nox: Schlafberichte, Einschlafbegleitung und einfache Bedienung zu kleinem Preis – dafür kann man auf einigen Schnickschnack wie Radio verzichten.

Der Überwacher

Der Sleepace Nox misst via Smartphone die Schlafqualität, erstellt dazu Berichte und gibt Tipps für besseren Schlaf.

Sleepace Nox, für Fr. 89.– , bei microspot.ch
 

 

Der Preiswerte

Umfassende Funktionen wie buntes Licht, Musikwiedergabe und ein simulierter Sonnenuntergang beim Einschlafen für einen relativ kleinen Preis.

Medisana, Fr. 99.90, bei Fust

 

Der Sonnenkönig

Philips beherrscht Lichtwecker. Das merkt man an der besonders gut und angenehm simulierten Sonne.

Philips HF 3650/01 Somneo Sleep and Wake-up Light, Fr. 199.90, bei Fust

 

Der Kleine

Lichtwecker brauchen oft viel Platz – nicht dieser: Er bietet Sonnenaufgang, Radio und Co. auf kleinem Raum.

Technoline WT 493, für Fr. 125.90, bei Interdiscount

 

Der Hybrid

Je nach Lust und Laune lässt sich der WL 75 manuell oder per Handy bedienen. Beides ist einfach gehalten: Er kommt mit wenigen Knöpfen und ohne überladene App aus – schlicht und leicht verständlich.

Beurer WL 75, Fr. 119.90, bei Fust