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Notebook-Putzete

Der Laptop kann ab und zu eine gründliche Reinigung brauchen. So putzen Sie richtig.

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Shutterstock, dr
06. Mai 2019

Ein Notebook ist ständig in Gebrauch. Arbeiten, Surfen und Serien schauen hinterlassen oft mehr als fettige Finger- abdrücke. Auf den Tasten bilden sich kleine Kreise und das Gehäuse sieht zunehmend speckig aus. Abwischen reicht da selten, so manches Gerät sieht eher aus, als bräuchte es einen Vollwaschgang.

Wasser ist für elektronische Bauteile allerdings Gift. Wenn schon, dann mit einem leicht feuchten Tuch vorsichtig wischen. «Angefeuchtet, nicht nass!», betont Nuno da Silva (35), den wir um Tipps gebeten haben. Er und seine Kollegen in der Abteilung «Quality Control» bei Interdiscount überprüfen für den Verkauf bestimmte Geräte und nehmen sich hartnäckiger Kundendienstfälle an. Darunter auch solche, bei denen beim Putzen etwas schiefgelaufen ist. «Feuchtigkeitsschäden treten oft erst nach einiger Zeit auf», weiss er.

Da Silva putzt sein Notebook jede Woche. Wenn nur ein Nutzer daran arbeitet, ist das nicht nötig. «Aber alle zwei bis drei Wochen sollte man Laptop und Maus schon reinigen.» Mikrobiologen pflichten bei: Auf mancher Tastatur finden sich mehr Keime als auf Klobrillen. Schmutzige Laptops sind nicht nur ärgerlich, sondern auch unhygienisch.

Ausstecken und los

Damit nichts schiefgeht, beginnt jede Notebook-Putzete damit, das Gerät auszuschalten und alle Stecker zu entfernen. «Weitere Teile auszubauen würde ich einem Laien nicht empfehlen, schon, weil dadurch die Gerätegarantie erlöschen kann», so der Experte. Danach kann man das Gerät vorsichtig umdrehen und sachte schütteln. Da kommt bereits allerhand zum Vorschein.

Dann gehts los, am besten mit einem Mikrofasertuch. «Die sind zum Putzen am besten geeignet», findet da Silva, «gut ist auch ein Pinsel, um Tastatur und Hohlräume zu säubern.» Bei Putzmitteln rät er zur Vorsicht. Scheuermittel sind nicht geeignet. Auch manche Scheibenreiniger enthalten Bestandteile, die Oberflächen angreifen können. «Metallische Teile sind unempfindlicher als der Bildschirm und es kommt auf die Materialqualität an. Aber wenn der Lappen farbig wird, ist es zu spät.» Ganz wichtig dabei: Das Putzmittel immer auf den Lappen geben, nie direkt aufs Gerät. Wer ganz sichergehen will, besorgt sich spezielle Reinigungstücher im Fachhandel. Diese sind mit einer Flüssigkeit getränkt, die sicher nichts angreift.

Für hartnäckige Krümel oder verschmutzte Buchsen empfiehlt da Silva Pressluft, «oder einfach kräftig pusten». Wer dazu keinen Schnauf hat, kann im Baumarkt oder im Fachhandel Pressluft in Dosen kaufen. Auch ein Staubsauger auf niedriger Stufe tut gute Dienste.Und was ist mit festklebenden Tasten und hartnäckigen Flecken? Da greift der Fachmann zu Brennspiritus. Dieser löst auch fettige Flecken, verdunstet schnell und leitet keinen Strom. «Man sollte damit aber vorsichtig umgehen und das Gerät gut abtrocknen lassen, bevor es wieder eingeschaltet wird», sagt er.

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